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3. Fußball-Liga: Eintracht Braunschweig steht vor einem Scherbenhaufen

3. Fußball-Liga : Eintracht Braunschweig steht vor einem Scherbenhaufen

Absteiger trennt sich von Trainer Lieberknecht.

Am Tag nach dem Abstieg in die 3. Liga blieb der Trainingsplatz an der Hamburger Straße leer. Die Fußballer von Eintracht Braunschweig ließen sich gestern nicht mehr auf dem Gelände blicken. Dafür berieten in der Geschäftsstelle die Verantwortlichen über die erst einmal wichtigste Frage: Darf Torsten Lieberknecht den Neuanfang gestalten, oder ist die Zeit des Braunschweiger Kult-Trainers nach zehn Jahren abgelaufen?

Die Antwort kam am Nachmittag: Die Eintracht und Lieberknecht gehen nach zehnjähriger Zusammenarbeit künftig getrennte Wege. „Wir sind gemeinsam mit Torsten zu dem Entschluss gekommen, dass es keine weitere Zusammenarbeit geben wird“, erklärte Eintracht Braunschweigs Aufsichtsratsvorsitzender Sebastian Ebel. Lieberknecht stehe für Kontinuität, was man im heutigen Fußballgeschäft kaum noch finde. Darauf sei man stolz. „Dennoch sind wir überzeugt davon, dass mit dem Abstieg in die 3. Liga der Zeitpunkt für einen Neuaufbau des sportlichen Bereichs gekommen ist“, sagte Ebel.

Nun steht die Eintracht vor einem Scherbenhaufen. Kaum ein wichtiger Spieler aus dem aktuellen Kader hat einen Vertrag für die 3. Liga, auch finanziell bedeutet der Abstieg erhebliche Einbußen. „Wirtschaftlich ist das eine Katastrophe“, sagte Ebel. Rund 20 Millionen Euro kostet den Club der Abstieg.