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| 20:50 Uhr

Frauenfußball
Eine Wölfin mit Weltklasse-Format

Pernille Harder (Mitte) lässt sich von ihren Wolfsburger Teamkolleginnen mal wieder für eines ihrer unzähligen Tore feiern.
Pernille Harder (Mitte) lässt sich von ihren Wolfsburger Teamkolleginnen mal wieder für eines ihrer unzähligen Tore feiern. FOTO: dpa / Peter Steffen
Wolfsburg. Pernille Harder will den VfL Wolfsburg im DFB-Pokalfinale zum zweiten Titel in dieser Saison schießen.

Köln ist für Pernille Harder ein gutes Pflaster. In der Domstadt führte die dänische Torjägerin den VfL Wolfsburg mit zwei Final-Toren im Vorjahr fast im Alleingang zum Pokal-Triumph. Auch beim 6:0 im Liga-Spiel im Dezember beim 1. FC Köln schnürte Harder einen Viererpack. Nun kehrt die pfeilschnelle, technisch starke Angreiferin mit dem VfL zum Traumfinale im DFB-Pokal gegen Bayern München am Samstag (15 Uhr/ARD) an den Rhein zurück – in blendender Form. Mit 17 Treffern führt sie die Torjägerliste der Bundesliga an. Doch die 25-Jährige hat viel größere Ziele. „Ich will die Beste der Welt sein“, sagt Harder.

Doch weil die dreimalige dänische Fußballerin des Jahres auch eine Mannschaftsspielerin ohne Allüren ist, weiß sie genau, was eine künftige Weltfußballerin braucht: „Wenn ich mit meiner Mannschaft keine Titel gewinne, bekomme ich auch keine individuelle Anerkennung.“ Auch hier ist Harder auf gutem Wege. Nachdem sie im Januar 2017 nach Wolfsburg gewechselt war, holte der VfL das Double. Mit ihrem Doppelpack beim 2:1 im Pokalfinale gegen den SC Sand hatte sie maßgeblichen Anteil daran. Und in diesem Jahr liegt der Club aus der Autostadt sogar auf Triple-Kurs, der Meistertitel ist bereits gesichert.

Im Nationalteam debütierte Harder, die bei Instagram gerne Selfies von sich und ihrer schwedischen Freundin Magdalena Eriksson postet, bereits mit 16 Jahren – sie erzielte in ihrem Debüt beim 15:0 gegen Georgien einen Hattrick. Acht Jahre später führte sie Außenseiter Dänemark bei der EM im vergangenen Sommer als Kapitän erst zum sensationellen Viertelfinal-Sieg gegen Deutschland (2:1), dann ins Endspiel gegen Gastgeber Niederlande. Das allerdings gewann Oranje (4:2).

Mit 51 Toren in 99 Länderspielen ist sie in ihrem Heimatland nicht nur die sportliche Erfolgsgarantin. Trotz ihres jungen Alters scheute sie sich als Gesicht des Teams nicht vor einem (am Ende erfolgreichen) Clinch mit dem dänischen Fußball-Verband DBU um eine neue finanzielle Vereinbarung. Denn während sie von ihrem VfL-Gehalt sehr gut als Profi leben kann, brauchen ihre in der dänischen Liga spielenden Kolleginnen mehr Absicherung.

In Wolfsburg wissen die Verantwortlichen genau, welches Juwel sie in die Bundesliga gelockt haben. „Pernille zählt zu den komplettesten Offensivspielerinnen. Sie hat Weltklasse-Format und spielt zusätzlich extrem mannschaftsdienlich“, schwärmt der sportliche Leiter Ralf Kellermann, der Harder bis 2020 an den Club binden konnte. Ihr großes Potenzial deutete die kleine Pernille schon im Kindesalter an. „Bis ich elf war, habe ich nur mit Jungs gespielt, weil es keine Mädchen-Teams gab“, erzählt Harder: „Und obwohl ich immer das einzige Mädchen war, wollten mich immer alle in ihrer Mannschaft haben.“