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Tennis: Eine Woche voller Tennis – ein Jahr voller Arbeit für die Organisatoren

Tennis : Eine Woche voller Tennis – ein Jahr voller Arbeit für die Organisatoren

Wenn sich Anfang Juli in Neunkirchen die Nachwuchs-Elite die Tennisbälle um die Ohren haut, blühen Sportlerherzen auf. Verborgen bleibt der der Aufwand.

Vom 8. bis zum 13. Juli findet auf der Tennisanlage am Biedersberg in Neunkirchen und der des TC Kirkel ein ITF-Turnier der Stufe „Grade 3“ (siehe Infokasten) für Jugendliche der Klasse U18 statt. Währenddessen startet am 10. ein weiteres Turnier, ebenfalls international besetzt, für Kinder der Klasse U12. Es dauert bis zum 14. Juli. Der Aufwand, der in Organisation, Planung und Durchführung steckt, bleibt der Öffentlichkeit meist verschlossen. Die Saarbrücker Zeitung hat nachgefragt.

„Für die Bewerbung gibt es normalerweise einen Vorlauf von zwölf bis 18 Monaten“, erklärt Turnierdirektor Günter Horsch. „Man gibt im Lauf des Sommers die Bewerbung für nächstes Jahr ab. Das ist in etwa ein Jahreszyklus“, erklärt er. „Die konkrete Vorbereitung auf das Turnier kommt rund vier Monate vorher in die Gänge.“ Für Vorbereitung und Durchführung sind locker 35 Leute im Einsatz. Kein Wunder müssen vor Ort doch rund 200 Spieler aus 40 Nationen aus der ganzen Welt versorgt werden. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt, gefühlt ist während der Turnier-Woche der ganze Planet in der 50 000-Einwohner-Stadt vertreten: Die Teilnehmer kommen aus allen Teilen Europas von Schweden bis Serbien, von Portugal bis Russland. Sie kommen aus Nordafrika, zum Beispiel Tunesien oder Ägypten, den USA oder Kanada, Argentinien, Brasilien, Australien, China oder Taipeh. Die Verständigung klappt meist auf Englisch. Und falls nicht, dann läuft die Kommunikation eben mit Hand und Fuß. Das habe bis dato noch immer funktioniert.

Rund ein Drittel der Teilnehmer kommt aus Deutschland, gefolgt von einer großen, französischen Delegation (19). Der Großteil der Spieler, unabhängig ihrer Herkunft befindet sich ohnehin wahrscheinlich bereits in Europa, trainiert hier auf einem Internat oder reist von Turnier zu Turnier. Die Anreise ins Saarland erfolgt dann meist per Zug oder Auto. Einige auch per Wohnmobil, um unabhängiger, flexibler zu sein. So handhabten es beispielsweise schwedische Spieler im vergangenen Jahr. Doch auch die Anreise per Flugzeug ist nicht unüblich. Und die meisten der Athleten kommen nicht allein. „Da kommen Begleiter und Coaches mit dazu. Bei den jungen Spielern meist mindestens ein Elternteil. Unterm Strich kommen da ganz schnell 450 Personen zusammen. Nur die wenigsten von ihnen kommen aus dem Saarland“, erörtert Horsch. Das bringt einen enormen logistischen Aufwand mit sich. „Die durchschnittliche Verbleib-Dauer liegt bei drei bis vier Nächten. Da kommt man mal locker auf 1000 bis 1200 Übernachtungen hier in Neunkirchen und der Umgebung.“

Um die Unterbringung aller Sportler und ihres Anhangs zu gewährleisten, arbeitet Ausrichter TuS Neunkirchen eng mit zwei Turnierhotels zusammen: Dies sind die Europa-Jugendherberge in Saarbrücken und das Hotel am Zoo in Neunkirchen. „Sie unterstützen uns da ganz stark“, meint Horsch.

Ist am 13. Juli der letzte Punkt im U18-Turnier gespielt, stehen tags darauf alle Sieger der U12-Kids fest und haben die Organisatoren ein paar Tage später auch die Nachbereitung abgeschlossen, dann starten bald schon wieder die ersten Planungen für das nächste Jahr.