| 20:23 Uhr

Sterne des Sports: Platz drei
Eine Verantwortung, die über das Sportliche hinausgeht 

Neunkirchen. Inklusion und Integration – diese Begriffe stehen bei den Fußballern des FV Neunkirchen ganz oben auf der Agenda. Sie sind zentraler Bestandteil des im Zusammenspiel von Eltern  und Trainern erarbeiteten Jugend-Konzepts des 1962 gegründeten Clubs, der sich in erster Linie einer qualifizierten Nachwuchsarbeit verschrieben hat. Von David Benedyczuk

Inklusion und Integration – diese Begriffe stehen bei den Fußballern des FV Neunkirchen ganz oben auf der Agenda. Sie sind zentraler Bestandteil des im Zusammenspiel von Eltern  und Trainern erarbeiteten Jugend-Konzepts des 1962 gegründeten Clubs, der sich in erster Linie einer qualifizierten Nachwuchsarbeit verschrieben hat.


Etwa 120 Jungfußballer kicken laut Patrick Martin bei den Rot-Weißen. Der Vorsitzende nennt einen der wichtigsten Grundsätze des FV: „Kinder- und Jugendtraining darf keine Kopie des Erwachsenentrainings sein.“ Vielmehr habe jeder Sportverein in Bezug auf den Nachwuchs eine besondere Verantwortung, die weit über das Sportliche hinausgeht, weiß Martin. „Die Entwicklung einer Persönlichkeit und das Vermitteln von gesellschaftlichen Werten wie Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, sind gerade für Kinder ganz entscheidend“, erläutert der Vorsitzende: „Wir wollen die Kinder stark machen.“

Das gilt nicht zuletzt für diejenigen, die noch nicht so lange in unserem Land sind. „Bei jugendlichen Flüchtlingen, die ohne Familienangehörige hergekommen sind, ist eine schnelle Integration besonders wichtig. Für sie ist unser Verein eine Art Familie, wir helfen zum Beispiel bei Behördengängen, bei der Alltagsbewältigung und beim Erlernen der deutschen Sprache“, sagt Martin.  Aktuell beläuft sich die Zahl der Zugewanderten auf elf im Aktiven- und 14 im Jugendbereich. Bezüglich Inklusion verweist der Vorsitzende auf die über 15 Jahre anhaltenden Aktivitäten mit dem Werkstattzentrum für behinderte Menschen.



Das eigene Projekt „Barrieren abbauen – Inklusion und Integration durch Fußball!“ wurde bei den „Sternen des Sports“ mit Platz drei auf Landesebene und einem Preisgeld von 1000 Euro bedacht. „Der Preis ist eine Auszeichnung für alle Zahnrädchen im FVN-Getriebe, eine Würdigung für unsere ehrenamtlichen Mitglieder, die sie mit Stolz auf ihren Verein blicken lässt“, meint Martin.