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Eine Partie, die den Saisonverlauf widerspiegelt

Eine Partie, die den Saisonverlauf widerspiegelt

Homburg. Deutlicher hätte die Antwort nicht ausfallen können: Nach der herben Niederlage bei den Kirchheim Knights (69:88) brannten die Saar-Pfalz Braves in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gegen die BG Karlsruhe ein wahres Offensivfeuerwerk ab und besiegten die Badener mit 97:82 (63:41)

Homburg. Deutlicher hätte die Antwort nicht ausfallen können: Nach der herben Niederlage bei den Kirchheim Knights (69:88) brannten die Saar-Pfalz Braves in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gegen die BG Karlsruhe ein wahres Offensivfeuerwerk ab und besiegten die Badener mit 97:82 (63:41). Es war der dritte Erfolg im sechsten Saisonspiel, wodurch die Braves im Mittelfeld der Tabelle liegen.Die 900 Zuschauer im Sportzentrum Homburg-Erbach waren vor allem in Halbzeit eins begeistert von der unglaublichen Trefferquote der Braves. 13 von 14 Drei-Punkte-Würfen landeten in den ersten 20 Minuten im Ziel - wer auch warf, der Ball fand den richtigen Weg. "Ich hatte heute das Gefühl, dass wir gegen sechs Mann gespielt haben. Der Wurfgott war auf Seiten der Braves", vermutete Karlsruhes Trainer Tino Stumpf höhere Mächte am Werk - immerhin nahm er die Niederlage mit Humor.

Die zwei Gesichter der Braves

Diese bahnte sich im ersten Viertel (29:29) noch nicht an, denn da zeigten die Braves einmal mehr ihre zwei Gesichter: "Vorne hui, hinten pfui", so lautete das Motto der Homburger in den bisherigen fünf Partien der Saison - auch Spiel sechs gegen Karlsruhe verlief zunächst nach dieser Devise. Während die Offensive um Rob McKiver (23 Punkte) und Lee Jeka (21) nach Belieben traf, bekam die Defensive vor allem direkt unterm Korb keinen Zugriff auf den Gegner. In den Anfangsminuten erzielte Gäste-Center Justin Howard alle zwölf Zähler für die BG.

"Nate und Erik haben die ersten Minuten verschlafen, es herrschte eine schlechte Kommunikation zwischen ihnen. Später war es dann in Ordnung", verwies Braves-Trainer Nenad Josipovic auf die Abstimmungs-Probleme von Nate Gerwig und Erik Land zu Beginn der Partie. Obwohl die beiden dann etwas besser ins Spiel fanden, reagierte Josipovic und brachte das Duo Dmitriy Cheremnykh und Mirko Damjanovic. Von nun an stand die Defensive deutlich besser. Cheremnykh glänzte zudem mit einer 100-prozentigen Trefferquote aus dem Spiel - einzig einen Freiwurf setzte der Russe daneben (insgesamt 13 Punkte).

Zu glänzen wusste auch einer, den niemand auf der Rechnung hatte: Nino Valentic. Der 21-Jährige, der per Doppellizenz auch für den Regionalligisten Baskets 98 Völklingen spielt, kam bisher nicht über Kurzeinsätze hinaus, doch gegen Karlsruhe schlug seine große Stunde. Mit Kosta Karamatskos bearbeitete er abwechselnd Gäste-Kapitän Rouven Roessler, immerhin ehemaliger Nationalspieler und seit Jahren die Schlüsselfigur der BG. In 20 Minuten Einsatzzeit meisterte er die Aufgabe mit Bravour und setzte zudem Akzente in der Offensive (zwölf Punkte).

"Ich bin explodiert"

"Ich brauche das Vertrauen des Trainers. Das habe ich heute bekommen und bin explodiert", freute sich Valentic. Beinahe hätte er seine starke Leistung mit der Schlusssirene gekrönt. Sein spektakulärer "Dreier" von der Mittellinie prallte aber vom Ring ab. Damit wäre die 100er-Marke geknackt worden - doch der Wurfgott war zu diesem Zeitpunkt schon im wohlverdienten Feierabend.

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