"Eine Niederlage, die Mut macht"

"Eine Niederlage, die Mut macht"

Homburg. Die Tabellensituation ist nach wie vor Besorgnis erregend. Doch sorgt der drittletzte Platz (14.) des TV Homburg in der Handball-Oberliga RPS noch nicht für Katastrophen-Stimmung rund um die Robert-Bosch-Halle. Auch nicht nach der 28:29 (13:14)-Niederlage am Sonntag bei der HSG Biewer/Pfalzel. Im Gegenteil

Homburg. Die Tabellensituation ist nach wie vor Besorgnis erregend. Doch sorgt der drittletzte Platz (14.) des TV Homburg in der Handball-Oberliga RPS noch nicht für Katastrophen-Stimmung rund um die Robert-Bosch-Halle. Auch nicht nach der 28:29 (13:14)-Niederlage am Sonntag bei der HSG Biewer/Pfalzel. Im Gegenteil. "Das war eine Niederlage, die Mut machte", ist Trainer Jörg Ecker überzeugt, "dass wir auf dem richtigen Weg sind. Noch sind 14 Spiele zu spielen, wir werden einen Teufel tun und jetzt schon den Kopf in den Sand stecken". Seine Mannschaft habe an der Mosel bravourös gekämpft und sich mindestens einen Punkt redlich verdient gehabt. Hätte Timo Riedinger nicht kurz vor dem Abpfiff einen Siebenmeter vergeben, wäre der Teilerfolg durchaus auch drin gewesen.

Damit hätte der junge Riedinger eine insgesamt tolle Leistung gekrönt. "Timo hat Verantwortung übernommen als unsere Routiniers nicht mehr dabei waren", lobt Ecker den Ex-Zweibrücker besonders. Schon ab der 20. Minute mussten die Homburger nämlich ohne Fadil Jusufbegovic auskommen. "Futschi" hatte sich zu diesem frühen Zeitpunkt nach einem Foul in der Abwehr die Rote Karte eingehandelt. Das gleiche Schicksal ereilte Kapitän Steffen Ecker in der 42. und Christian Boscolo in der 50. Minute. Beide durften sich das Spiel jeweils nach der dritten Zeitstrafe von außen anschauen.

Ein bisschen geärgert hat sich Trainer Jörg Ecker schon darüber. Er zieht aber auch positive Schlüsse. Denn gerade in dieser Situation habe sich gezeigt, "dass wir als Mannschaft wieder zusammengerückt sind, jeder hat alles gegeben bis zur letzten Sekunde", hält er fest. Ausgezahlt habe sich andeutungsweise schon in Biewer das gezielte Training in Sachen Tempo-Gegenstoß. Auch das wertet der TVH-Trainer als Ergebnis der gezielten Konditionsarbeit in den vergangenen Wochen.

Ecker hofft, dass sich der Aufschwung schon am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den Oberliga-Vierten Eckbachtal fortsetzt. Anwurf ist um 19.30 Uhr in der Robert-Bosch-Halle. "Wenn uns gegen Eckbachtal ein Sieg gelingt, wir eine Woche später in Gonsenheim nicht verlieren, und dann zu Hause gegen St. Ingbert nochmal zwei Punkte holen, sind wir wieder dran", macht Ecker schon mal seine optimistische private Rechnung auf. Baut auf den "neuen Geist in der Truppe" und warnt alle davor, "uns schon frühzeitig abzuschreiben." Ein feste Größe in der Eckerschen Rechnung sind auch die Fans, "die wir beim Unternehmen Klassenverbleib besonders brauchen".

Der TV Homburg in Biewer: Lewing; Ecker 5, Jusufbegovic 7/7, Baab 2, Möhrle 1, Mathieu 4, White 1, Witt 1, Boscolo 1, Riedinger 5/5, Bohlen 1.

Mehr von Saarbrücker Zeitung