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Eine Medaille - egal welche

Eine Medaille - egal welche

Saarbrücken/Dortmund. Wenn an diesem Sonntag die Mannschafts-Weltmeisterschaft im Tischtennis in der Dortmunder Westfalenhalle beginnt, macht sich das deutsche Team berechtigte Hoffnungen auf einen der ersten drei Plätze. "Eine Heim-WM ist schon etwas Besonderes

Saarbrücken/Dortmund. Wenn an diesem Sonntag die Mannschafts-Weltmeisterschaft im Tischtennis in der Dortmunder Westfalenhalle beginnt, macht sich das deutsche Team berechtigte Hoffnungen auf einen der ersten drei Plätze. "Eine Heim-WM ist schon etwas Besonderes. Eine Medaille im eigenen Land wäre schön, die Farbe ist dabei sekundär", sagt Bastian Steger, Nationalspieler im Trikot des Bundesligisten 1. FC Saarbrücken-Tischtennis. Das Ziel der an Position zwei gesetzten Deutschen ist das Endspiel, wo auf der anderen Seite, daran zweifelt wohl niemand, China warten wird.

Traumfinale gegen China?

Die Goldmedaille ist für die Gastgeber, wie für den Rest der Welt, kaum zu erreichen. Dafür ist die Vorherrschaft Chinas, das seit 2001 alle fünf Titel abräumte und in Dortmund mit den besten vier Spielern der Weltrangliste antritt, zu groß. "Die Chinesen", erläutert Steger, der am Montag seinen 31. Geburtstag feierte, "sind haushoher Favorit". Silber ist für den Serien-Europameister und Mannschafts-Weltranglistenzweiten Deutschland (hinter China) aber eine realistische Zielsetzung. "Jeder erwartet China gegen Deutschland im Finale und es wäre schön, wenn das klappt. Aber es wird sehr schwer,", meint Steger. Es wäre die Wiederholung des WM-Endspiels von 2010 in Moskau, als Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Christian Süß Vizeweltmeister wurden.

Steger ist in dieser Saison bereits mit dem FCS deutscher Pokalsieger geworden, in der Bundesliga souveräner Tabellenführer und in der Champions League bis ins Halbfinale vorgestoßen und dort knapp an UMMC Ekaterinburg gescheitert. Daneben verteidigte er noch seine Einzel- und Doppeltitel (mit Lars Hielscher) bei den deutschen Meisterschaften. So ist die WM der nächste Höhepunkt in einem an Glanzlichtern überreichen Jahr. "So ein Jahr habe ich auch noch nicht gespielt", freut sich der im bayrischen Oberviechtach geborene Profi, der in Dortmund mit Boll, Ovtcharov, Süß und Patrick Baum die deutschen Farben vertritt.

Als größte Konkurrenten im Kampf um den Finaleinzug nennt Steger Südkorea und Japan, die in der Weltrangliste unmittelbar hinter dem deutschen Team platziert sind. Doch zuerst muss sich Deutschland in der Vorrunden-Gruppe B gegen Tschechien, Portugal, Serbien, Singapur und Spanien durchsetzen. Dabei ist es sicherlich kein Nachteil für Deutschland, dass beim stärksten Vorrundengegner Portugal (mit Stegers Vereinskollege Joao Monteiro) Top-Spieler Tiago Apollonia verletzungsbedingt fehlen wird. Die vier Sieger der Gruppen A bis D sind direkt für das Viertelfinale qualifiziert, während die Zweiten und Dritten zuvor das Achtelfinale unter sich austragen. Los geht es für Steger und Co. am Sonntag um 13 Uhr gegen Tschechien, wo der Saarbrücker einen "eindeutigen Sieg für Deutschland" erwartet.

Eurosport und der ARD-Digitalsender Eins Festival berichten ausführlich von der WM in Dortmund.