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Eine gute Show mit schlechtem Ende

Eine gute Show mit schlechtem Ende

Melbourne. Ein letztes Mal winkte Sabine Lisicki ins begeisterte Publikum und verließ dann erhobenen Hauptes die Rod-Laver-Arena von Melbourne. Nur wenig später hatte die Fed-Cup-Spielerin aus Berlin ihre verpasste Viertelfinal-Teilnahme bei den Australian Open überraschend gut verdaut. "Es war ein sehr enges Match und ein Spiel auf Augenhöhe

Melbourne. Ein letztes Mal winkte Sabine Lisicki ins begeisterte Publikum und verließ dann erhobenen Hauptes die Rod-Laver-Arena von Melbourne. Nur wenig später hatte die Fed-Cup-Spielerin aus Berlin ihre verpasste Viertelfinal-Teilnahme bei den Australian Open überraschend gut verdaut. "Es war ein sehr enges Match und ein Spiel auf Augenhöhe. Ich werde viel Positives rausziehen und weiter hart arbeiten", sagte Lisicki nach dem 6:3, 2:6, 3:6 gegen die frühere Nummer eins Maria Scharapowa.In dem 2:15 Stunden langen Schlagabtausch machte Lisicki ihrem Ruf als "Rampensau" alle Ehre. Immer wieder feuerte sich die Weltranglisten-15. an und war der russischen Turniersiegerin von 2008 in einem hochklassigen Duell vor rund 14 000 Zuschauern fast ebenbürtig. Dass Lisicki die Revanche für das verlorene Wimbledon-Halbfinale 2011 nicht gelang, war einer mentalen Schwächephase im entscheidenden Satz geschuldet. Beim Stand von 1:1 konnte die 22-Jährige in einem 13-minütigen Spiel fünf Breakbälle nicht verwandeln. "Ich bin schon enttäuscht, dass ich die Chancen nicht genutzt habe. In so einem engen Spiel zählt jeder Punkt", erzählte Lisicki.

Damit muss sie weiter auf ihre dritte Viertelfinal-Teilnahme bei einem Grand-Slam-Turnier warten. Bei den Australian Open war die Deutsche, die nach ihrer Verletzungspause im vergangenen Jahr in Melbourne in der Qualifikation gescheitert war, wegen ihrer zugänglichen Art jüngst zum Publikumsliebling avanciert. Die australische Tageszeitung "Herald Sun" taufte Lisicki "eine Gewinnerin" und berichtete begeistert über den TV-Spot, in dem sie als "Bond Girl" in Aktion tritt.

Scharapowa trifft nun auf ihre ungesetzte Landsfrau Jekaterina Makarowa. Die Linkshänderin schaltete die fünfmalige Turniersiegerin Serena Williams aus den USA aus (2:6, 3:6) und sorgte damit für die erste große Überraschung des Turniers. Die 13-malige Major-Gewinnerin musste in Melbourne die erste Niederlage seit Januar 2008 und 17 Siegen in Serie hinnehmen. "Ich kann um das Hundertfache besser spielen als heute", sagte Williams. sid