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| 19:08 Uhr

Eine ganz, ganz schwere Kolumne

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ARRAY(0x9f90398) FOTO: Robby Lorenz
Ganz schweres Spiel. Ein extrem schwieriger Gegner. Eine echter Brocken. Eine harte Nuss. Warum sprechen wirklich fast ausnahmslos alle Trainer oder Vorsitzenden bei Vorberichten zu Fußball-Spielen immer von fast unüberwindbaren Gegnern? Klar, es gehört zum Geschäft wie der Anstoß zum Spiel. Aber auf die Dauer nervt das schon. Gerade mich als Redakteur, der diese Floskel in der Woche wirklich oftmals zu lesen bekommt. Auch unsere freien Mitarbeiter können da wenig ausrichten, wenn die Trainer so gerne auf diese Formulierungen zurückgreifen. "Laaaaangweilig", würde Homer Simpson empört ausrufen. Stefan Regel

So gerne würde ich mir wünschen, dass ein Trainer im Brustton der Überzeugung verkündet: "Wir sind gut drauf. Die hauen wir weg. Die können nix." Aber davor hat jeder Angst. Nicht, dass der gegnerische Trainer solche markigen Aussprüche mittels eines Ausschnitts aus der Zeitung an die Kabinentür hängt und dann gar nicht mehr groß motivieren muss. So müssen wir uns schon damit begnügen und freuen, wenn Trainer sinngemäß solche diplomatischen Dinge sagen wie: "Vom Potenzial her müssten wir eigentlich besser sein. Wir müssten es nur ausschöpfen." Dann wird aus Herzenslust relativiert und vor dem Gegner gewarnt.

Stellen wir uns einmal vor, ich würde auch immer so viel Respekt vor meiner täglichen Arbeit haben. Eine ganz, ganz schwere Kolumne. Richtig schwierig zu füllen. So gar keine Idee für ein Thema. Eine echt harte Nuss. Wäre komisch, oder? Sollte ich stattdessen lieber sagen: "Wenn ich mein schreiberisches Potenzial ausschöpfe, könnte ich es vielleicht schaffen. Aber nur dann." Nee. Das wäre auch nicht meine Art. Dann schon lieber mit Selbstvertrauen: "Ich putze sie weg, diese Kolumne. Ich haue in die Tasten, 60 Zeilchen in sieben Minuten. Pah, von wegen Angst vor dem leeren Blatt." Wäre das nicht auch eine Idee, liebe Trainer?