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Eine erste Standortbestimmung für die Moskitos der DJK Marpingen

Handball : Eine erste Standortbestimmung für die Moskitos

Vergangene Saison feierte die HSG Marpingen-Alsweiler die Meisterschaft und den Aufstieg in die 3. Liga. Am Wochenende testet sie ihre aktuelle Form.

Die Schufterei auf der Tartanbahn und Saunagänge beim Training in der Sporthalle hat Drittliga-Aufsteiger HSG Marpingen-Alsweiler schon hinter sich. Der Höhepunkt Vorbereitung steht an diesem Wochenende mit dem Auftritt beim eigenen Moskito-Cup an. Wie ist der Zwischenstand beim Neuling?

Trainer Jürgen Hartz arbeitet mit der Mannschaft seit zwei Wochen bereits an handspezifischen Dingen. Den ungeliebten Ausdauerteil, mit Rundendrehen auf der Laufbahn, haben die Spielerinnen überstanden. „Die Ausdauerwerte sind ähnlich wie vor einem Jahr. Sie brauchen sich nicht mehr zu quälen als nötig“, stellt der 52-Jährige klar.

Die Ex-Bundesliga-Akteurin Linsey Houben (25), die vom insolventen Zweitligisten DJK/MJC Trier nach Marpingen gewechselt ist, sieht er als absolute Verstärkung für den Rückraum an. „Vom ganzen Auftreten, der Präsenz, sowohl auf als neben dem Spielfeld, ist das top“, findet der Trainer. Aus Birkenfeld ist Kim Lopez (18) in den Moskitos-Schwarm geschwirrt, und die erst 16-jährige Birte Brunke aus dem eigenen Nachwuchs bildet mit Carina Kockler das Torwart-Duo.

Vor drei Jahren ist Ex-Nationalspieler Hartz (zuvor als Trainer beim TuS Dansenberg) in den Frauenbereich gewechselt und hat in Marpingen mit der Umsetzung der Vereinsphilosophie, junge Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs weiterzuentwickeln, begonnen. Seitdem läuft es in eine Richtung – nach oben. Auch weil die personellen Entscheidungen sehr gut waren. Zum Start waren Trainertochter Michelle Hartz und Solveig Petrak gekommen, die Hartz bereits bei der JSG Süd-Ostsaar trainiert hat, mitgekommen. Vor einem Jahr war den Moskitos mit der Verpflichtung von Joline Müller, die von Zweitligist Trier zurückgekehrt ist, der große Wurf gelungen.

„Bei anderen Vereinen im Saarland gibt es viele gute Spielerinnen, aber keine, die uns nun direkt weiterhilft“, erklärt Hartz. Deshalb will er auch in der 3. Liga auf den eigenen Nachwuchs setzen. „Ich kann nur motivieren, Anreize setzen und hoffe dann, dass sie beißen“, sagt er. Entscheidend sei für ihn ohnehin die Frage: Wer will es wirklich?

Gleich vier Spielerinnen hat er im Aufgebot, die die Schulbank am Saarbrücker Gymnasium am Rotenbühl drücken. „Da wird der Sport neben den schulischen Dingen gelebt. Dass die Spielerinnen wollen, sieht man“, sagt Hartz.

Jeden Montag nimmt er weitere Jugendspielerinnen ins Training dazu und baut sie so langsam auf. Für seine aktuellen Spielerinnen steht momentan die Angriffsschulung mit Auslösehandlungen gegen die Defensive an. „Das macht allen mehr Spaß, weil es mit einem Tor­abschluss verbunden ist“, sagt er.

An diesem Wochenende wird der Übungsleiter bei den Spielen um den Moskito-Cup genau hinschauen (Samstag und Sonntag jeweils ab 11 Uhr in der Marpinger Sporthalle). „Das ist zur Hälfte der Vorbereitung eine ideale Standortbestimmung. Ich sehe, wo es läuft – und wo muss noch dran gearbeitet werden“, sagt der Niederwürzbacher. Gegner sind dann Bundesligist FSV Mainz 05 (Samstag, 17 Uhr), die Drittligisten SG Mainz-Bretzenheim (Samstag, 11 Uhr), SG Kappelwindeck-Steinbach (Sonntag, 11 Uhr) sowie Oberliga-Rückkehrer TSV Kandel (Sonntag, 15.30 Uhr). In der 3. Liga West starten die Moskitos am 14. September mit dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen II.