Ein WM-Ticket liegt für Laura Müller parat

Leichtathletik : Ein WM-Ticket liegt für Müller parat

Deutsche Mixed-Staffel über 4x400 Meter überzeugt in Yokohama. Kurzsprinterinnen holen Platz drei.

Bei der WM-Premiere der Mixed-Staffel am 28. September in Doha wird auch ein deutsches Sprint-Quartett am Start stehen – und daran hat Laura vom LC Rehlingen wesentlichen Anteil. Gemeinsam mit Tobias Lange, Nadine Gonska und Torben Junker sicherte die Olympia- und WM-Teilnehmerin aus Dudweiler dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bei den World Relays in Yokohama am Samstag mit der fünftbesten Vorlauf-Zeit einen Platz im A-Finale. Und weil sich die besten acht Staffeln für die Weltmeisterschaft qualifizieren, war der Löwenanteil damit schon getan.

Das endgültige Ticket für Katar holten am Sonntag Marc Koch, Corinna Schwab, Svea Köhrbrück und Marvin Schlegel mit Platz sieben. Sie liefen beim Sieg des US-Quartetts (3:16,43) in 3:22,26 Minuten ins Ziel.

Müller kam am Sonntag im B-Finale über 4x400 Meter der Frauen zum Einsatz – und sollte auch diese Staffel zur WM führen. Dazu wäre, weil sich in Yokohama zehn Teams qualifizieren können, ein zweiter Platz im B-Finale, insgesamt also Rang zehn, notwendig gewesen. Doch ein verpatzter letzter Wechsel kostete das deutsche Quartett den WM-Startplatz. Schlussläuferin Hannah Mergenthaler bekam den Stab von Ruth Sophia Spelmeyer zunächst nicht zu fassen, drehte sich um die eigene Achse und lief erst mit Verspätung los. So reichte es letztlich nur zu Platz drei. Müller war an Position zwei gelaufen und hatte sich auf Rang zwei vorgearbeitet.

Das DLV-Quartett muss sich nun über die Weltrangliste qualifizieren, über die noch sechs weitere Doha-Tickets vergeben werden. Das gilt auch für die Männer-Staffel über 4x400 Meter, die im B-Finale nur auf Platz sechs kam. Auch das Männer-Quartett über 4x100 Meter muss sich nach Platz 16 im Vorlauf nun über die Weltrangliste einen WM-Platz sichern. Bis Anfang September ist dies mit einer Top-Zeit bei internationalen Meetings noch möglich.

Insgesamt konnten sich bei der inoffiziellen Staffel-WM in Japan nur zwei deutsche Staffeln für den Saisonhöhepunkt in der Hauptstadt Katars vom 27. September bis 6. Oktober qualifizieren. Für die beste Vorstellung aus deutscher Sicht sorgten die Sprinterinnen über 4x100 Meter: Lisa-Marie Kwayie, Alexandra Burghardt, Gina Lückenkemper und Rebekka Haase hatten die WM-Fahrkarte praktisch schon mit dem Einzug ins A-Finale sicher. Dort wurde das Quartett am Sonntag in 43,68 Sekunden hinter den USA (43,27) und Jamaika (43,29) Dritte. „Eine sehr starke Leistung, die Staffel war sehr ausgeglichen besetzt“, sagte Siegfried Schonert, Teammanager der Nationalmannschaft.

Für Laura Müller war Yokohama nicht nur ein sehr ordentlicher Einstieg in die Saison. Sie dürfte eine der Favoritinnen auf einen der beiden Startplätze in der Mixed-Staffel sein. Sollte die Saison für sie nach Wunsch verlaufen, wird sie folglich bei der WM dabei sein.

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