Ein verregneter Tag für Seel

Ein verregneter Tag für Seel

Reimsbach. In Derbys werden Helden geboren. Doch dieses 2:2 im Derby im Waldstadion zwischen dem 1. FC Reimsbach und dem SV Mettlach hatte einen Anti-Helden, und der hieß Fabian Seel. Der FCR-Schlussmann ist ohne Zweifel einer der besten Torhüter der Fußball-Saarlandliga - doch am Freitag hatte er nicht nur mit den Mettlacher Angreifern zu kämpfen, sondern auch mit dem strömenden Regen

Reimsbach. In Derbys werden Helden geboren. Doch dieses 2:2 im Derby im Waldstadion zwischen dem 1. FC Reimsbach und dem SV Mettlach hatte einen Anti-Helden, und der hieß Fabian Seel. Der FCR-Schlussmann ist ohne Zweifel einer der besten Torhüter der Fußball-Saarlandliga - doch am Freitag hatte er nicht nur mit den Mettlacher Angreifern zu kämpfen, sondern auch mit dem strömenden Regen.Die Reimsbacher legten im Regen los wie die Feuerwehr. Nach vier Minuten führte die Elf von Udo Hölzer 1:0. Torjäger Marco Buchheit grätsche eine Flanke ins Tor. In der 22. Minute konnte der FCR auf 2:0 erhöhen. Nach einer Flanke lauerte Alexander Schmitt am langen Pfosten, doch sein Ball klatschte der Mettlacher Schlussmann Frank Schmidt zunächst ab. Das anschließende Durcheinander im Mettlacher Strafraum bestrafte schließlich Steffen Schommer. "Mit ein bisschen Glück ging der Ball endlich rein. Das 2:0 war natürlich eine sichere Führung, und wir konnten unser Konterspiel beruhigt durchsetzen", erklärte Schommer. So ging es in die Halbzeitpause, da die Gäste ihre Chancen durch Patrick Schabbach (6., 43.) und Salvatore Frenda (20.) nicht nutzten. "Wir konnten unsere beiden Tore herausspielen, das kann man von den Mettlachern im zweiten Durchgang nicht sagen", erklärte der FCR-Vorsitzende Norbert Buchheit, "auch wenn nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit das Unentschieden verdient war".

Denn nach der Halbzeit drehte Mettlach auf. In der 76. Minute folgte der verdiente Anschluss: Frenda schoss einen Freistoß aus 18 Metern, Seel konnte die Kugel nur nach vorne abklatschen und Burger ließ sich nicht zwei Mal bitten. "In der Halbzeitpause hatte ich meinen Jungs gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass Seel heute nicht seinen besten Tag erwischt hat. Da hatte ich wohl das richtige Bauchgefühl", freute sich Mettlachs Trainer Ralf Schmidt auch über Minute 94. Die Minute, die den Tag von Fabian Seel zu einem rabenschwarzen machte. Einer der zahlreichen langen Bälle der Mettlacher flog nah vors Tor: Seel stieg hoch und der Ball fluschte ihm durch seine völlig durchnässten Handschuhe. Mettlachs Burger erzielte überglücklich den Ausgleich. "Wir waren spielbestimmend und haben eine gute Moral bewiesen. Für Reimsbachs Torhüter ist das natürlich blöd gelaufen", bilanzierte der Doppeltorschütze. Reimsbachs Schommer war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: "Mir fehlen ehrlich gesagt die Worte. Die Mettlacher haben aus dem Nichts zwei Tore gemacht. Fabi kann man keinen Vorwurf machen, normal rettet er uns regelmäßig die Punkte."

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