| 23:27 Uhr

Champions League
Ein Signal an das Star-Ensemble

München. Bayern München schlägt Paris St. Germain mit 3.1, bleibt aber Gruppenzweiter.

Bayern München hat gegen die Milliardentruppe von Paris St. Germain ein Signal an die internationale Titel-Konkurrenz geschickt. Der leidenschaftlich kämpfende deutsche Rekordmeister um Doppeltorschütze Corentin Tolisso bezwang gestern Abend die Elf um Superstar Neymar im Gruppenfinale der Champions League 3:1 (2:0) und revanchierte sich für die 0:3-Demütigung im Hinspiel. Robert Lewandowski (8.) und Tolisso (37.) ließen die Bayern vom Gruppensieg träumen. Doch nach dem 1:2 von Supertalent Kylian Mbappe (50.) war dieser Traum aber geplatzt, obwohl Tolisso (69.) noch einmal erhöhte.



Bayern-Trainer Jupp Heynckes überraschte 70 000 Zuschauer mit seiner Aufstellung: Kein Jerome Boateng, kein Javi Martinez und zunächst auch kein Arturo Vidal und Thomas Müller. Dafür durften in Niklas Süle, Sebastian Rudy und Tolisso Spieler ran, die sonst eher in der zweiten Reihe stehen. Und: Franck Ribéry stand erstmals wieder in der Startelf – als Kapitän.

Der Bayern-Führung ging ein langer Ball von Ulreich voraus, eine Flanke des starken James legte Kingsley Coman per Kopf Lewandowski auf. Der Pole vollstreckte aus der Drehung mühelos. Wie beim ersten Treffer lief auch der Angriff vor dem 2:0 über links, von wo erneut James wunderbar auf den Kopf von Tolisso flankte. Ein genialer Moment von Edinson Cavani reichte jedoch, um die aufkeimenden Hoffnungen der Bayern auf Rang eins zu zerstören. Der perfekte Lupfer des Uruguayers auf den Kopf von Mbappe brachte den Anschluss.

In der Folge wurde die Partie offener, weil die Bayern dem Gegner mehr Räume boten. Julian Draxler (60.) und Mbappe (61.) hätten das beinahe genutzt. Heynckes leitete mit Müllers Einwechslung für Ribéry die Schlussoffensive ein, und Tolisso schlug nach Comans überragender Vorarbeit noch mal zu und machte den Achtungserfolg perfekt.