Ein Schlüsselspiel für den Saisonverlauf des FC Homburg

Kostenpflichtiger Inhalt: Fußball-Regionalliga Südwest : Ein Schlüsselspiel für den Saisonverlauf

Fußball-Regionalligist FC Homburg tritt an diesem Freitag beim Titelanwärter und Tabellenzweiten TSV Steinbach an.

Von einem wegweisenden oder gar entscheidenden Spiel wollen Spieler und Trainer des FC Homburg nicht reden. „Es sind noch über 20 Spiele zu spielen, da kann noch sehr viel passieren“, sagt der Homburger Offensivmann Thomas Stein­herr. „Es ist zu früh, um von einem Entscheidungsspiel zu reden. Die Saison dauert noch lange“, wiegelt auch Trainer Jürgen Luginger ab. Beiden ist aber auch klar, dass bei einer Niederlage an diesem Freitagabend (19 Uhr) beim TSV Steinbach, der Zug nach oben wahrscheinlich endgültig abgefahren wäre.

Acht Punkte liegt der Tabellenzweite aus Hessen, den nur die schlechtere Tordifferenz vom Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken trennt, vor den Grün-Weißen, die aktuell auf Tabellenplatz sechs der Fußball-Regionalliga Südwest rangieren. Mit einem Sieg kann der FCH auf fünf Punkte heranrücken. Eine Niederlage bedeutet elf Punkte Rückstand und wohl das Ende aller Meisterschafts-Träume.

An der Tabelle lässt sich auch ablesen, dass der FCH einen enormen Kraftakt vollbringen muss, um in Steinbach zu bestehen. Mit zuletzt vier Siegen und einem Unentschieden ist der TSV das Maß der Dinge. „Steinbach ist vor allem defensiv sehr gut. Sie spielen in der Rückwärtsbewegung sehr aggressiv und kompakt. Das ist eine gestandene Truppe, gegen die es schwer ist, Torchancen herauszuspielen“, sagt Luginger anerkennend. Nur ein einziges Gegentor haben die Hessen bislang zuhause zugelassen.

Ob Luginger in der Startelf wieder auf Patrick Dulleck setzt, um das Steinbacher Abwehrbollwerk zu knacken, bleibt abzuwarten. In den letzten vier Partien musste sich der Torjäger, der zuvor über zwei Jahre lang de facto gesetzt war, hinter Damjan Marceta anstellen. Dass der Trainer aus beiden Angreifern eine Doppelspitze bildet und dafür auf den meist in hängender Position spielenden Christopher Theisen verzichtet, ist unwahrscheinlich.

Im zentralen Mittelfeld dürfte das Personal dagegen klar sein. Daniel di Gregorio hat nach seinem überstandenen Kreuzbandriss weiterhin Probleme mit dem betroffenen Knie und fehlt in Steinbach. Tim Wöhrle fällt mit einem Muskelfaserriss aus. Serkan Göcer wurde immer wieder durch kleinere Blessuren zurückgeworfen und ist kaum in der Start­elf zu erwarten. Somit bleibt Christian Telch die erste Option auf der „Sechs“. Angesichts der in Steinbach zu erwartenden Konter-Taktik des FCH wird einiges davon abhängen, dass der mitunter behäbig wirkende Homburger Mannschaftskapitän auf der zentralen Umschaltposition schneller zu Werke geht, als er das zuletzt gezeigt hat. In der Abwehr muss der FCH auf den noch immer an der Wade laborierenden Kevin Maek verzichten.

Darin, dass sich der FCH gegen Gegner auf Augenhöhe häufig leichter tut als gegen tiefstehende Kontrahenten, sieht der Homburger Trainer eine Chance. „Steinbach ist eine Mannschaft, die mitspielt. Das kommt uns vielleicht entgegen“, sagt Luginger, der den bisherigen Saisonverlauf als „durchwachsen“ bezeichnet. Gelingt dem FCH in Steinbach die Überraschung, dürfte das Urteil des Trainers wie auch das im Umfeld des Vereins wieder etwas besser ausfallen. Steinherr jedenfalls ist überzeugt, dass das gelingen kann. „Wir fahren nach Steinbach, um Punkte zu holen“, sagt der Außenbahnspieler selbstbewusst.