Ein Saarbrücker beim FCH

Homburg. Lokal-Derbys sind das Salz in der Fußball-Suppe. Treten auf dem Rasen Nachbarn gegeneinander an, sind die Rivalitäten meist groß. Beim heutigen Oberliga-Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken II, das um 14 Uhr im Waldstadion angepfiffen wird, darf entsprechend auch Gastgeber FC Homburg mal wieder auf eine Zuschauerresonanz im vierstelligen Bereich hoffen

 Jannik Schliesing, hier gegen Torwart Philipp Basquit von Eintracht Trier II, spielte früher beim 1. FC Saarbrücken. Mit dem FC Homburg möchte er heute gegen seinen alten Verein gewinnen. Foto: Mischa

Jannik Schliesing, hier gegen Torwart Philipp Basquit von Eintracht Trier II, spielte früher beim 1. FC Saarbrücken. Mit dem FC Homburg möchte er heute gegen seinen alten Verein gewinnen. Foto: Mischa

Homburg. Lokal-Derbys sind das Salz in der Fußball-Suppe. Treten auf dem Rasen Nachbarn gegeneinander an, sind die Rivalitäten meist groß. Beim heutigen Oberliga-Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken II, das um 14 Uhr im Waldstadion angepfiffen wird, darf entsprechend auch Gastgeber FC Homburg mal wieder auf eine Zuschauerresonanz im vierstelligen Bereich hoffen.Für Stürmer Jannik Schliesing, der schon seit Kindertagen in Saarbrücken lebt und in der C-Jugend für den FCS spielte, heute aber im Trikot der Grün-Weißen auf Torejagd geht, hat das Spiel auch persönlich eine "gewisse Brisanz". Als Saarbrücker, der für den FCH spielt, müsse er sich "schon ab und zu was anhören", erzählt der 22-Jährige. Dabei handele es sich aber meist nur um "kleine Sticheleien von Freunden", die nicht verstehen können, warum er vor zwei Jahren einen Vertrag in der Landeshauptstadt abgelehnt hat und stattdessen in Homburg kickt, wie er berichtet. Mittlerweile gehört Schliesing zum Stammpersonal des Tabellenführers. Seinen bisherigen acht Treffern möchte er bis zum Saisonende noch mindestens zwei weitere folgen lassen.

Dass er nur 20 Spiele in der Oberliga absolviert hat, hängt mit einem zwischenzeitlichen Disput mit Trainer Christian Titz zusammen, der Schliesing im Herbst eine vorübergehende Zwangsversetzung in die zweite Mannschaft einbrachte. "Es war anfangs schwierig für mich, weil ich mit anderen Ambitionen nach Homburg gekommen bin. Ich hatte da den ein oder anderen Fehler gemacht, mich dafür aber später beim Trainer entschuldigt." Dass die Unstimmigkeiten heute ausgeräumt sind, beweist das "große Lob", dass der Spieler seinem Trainer dafür ausspricht, "dass er einen Spieler, der schon abgeschrieben war, nicht aufgegeben, sondern wieder zurückgeholt hat. Das zeigt, dass man mit unserem Trainer auch reden kann". Über das Nahziel, den Aufstieg in die Regionalliga, hinaus, macht Schliesing keine festen Pläne. Läuft es mit dem FCH weiter so gut, wie bis jetzt, könne er sich auch vorstellen, noch in drei oder vier Jahren für die Grün-Weißen zu spielen.

Das Vertrauen in den Verein, Strukturen zu schaffen, um mittelfristig ein höheres Niveau zu erreichen, hat Schliesing. "Man merkt, dass der Verein noch nicht an seinem Ende angekommen ist", sagt der Fußballer mit einem Faible für Motorboote und Windsurfen. Wenn es um den Urlaubsort geht, finden Jannik und Freundin Constanze, die lieber zum Tauchen geht, eben einen Kompromiss. So, wie er es bei seiner Rückkehr ins Team auch getan hat. rti