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Ein Rodener auf der Überholspur

Kaiserslautern. In der aktuellen Länderspielpause kann Sebastian Jacob kurz durchschnaufen. Sein Aufstieg beim 1. FC Kaiserslautern ist bemerkenswert. Der 21-jährige Saarländer ist fester Bestandteil beim Zweitligisten. Mirko Reuther

Ein Glück für den Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern , dass Sebastian Jacob schon im Kindesalter ganz genau wusste, was er will. Mit vier Jahren begann der FCK-Stürmer neben dem Fußball auch mit dem Tennisspielen, entschied sich aber schnell gegen die gelbe Filzkugel und für das runde Leder. Heute ist Jacob 21, spielt in der 2. Fußball-Bundesliga vor bis zu 40 000 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion und ist beim Aufstiegsaspiranten aus der Pfalz nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken.
Keine Einigung mit FCS

Seine frühesten Schritte mit dem Ball wagte Jacob 1998 beim SC Roden . Dem Bezirksligisten, bei dem er fast seine komplette Jugend verbrachte, ist er auch heute noch eng verbunden. "Zwei meiner besten Freunde spielen dort. Immer wenn die Zeit es zulässt, bin ich am Wochenende auf dem Rodener Sportplatz zu finden", verrät Jacob, der die Aktivenmannschaft seines Heimatvereins in der Saison 2010/2011 beinahe im Alleingang in die Landesliga geschossen hatte. Der damals 17-jährige spielte eigentlich in der A-Jugend-Regionalliga für die JFG Saarlouis, wurde in der Rückrunde aber gleichzeitig in der ersten Mannschaft des SC Roden eingesetzt. "Ich dachte, ich sollte dort nur ein paar mal aushelfen, aber es lief ganz gut. Und am Ende hatte ich nach zehn Spielen 24 Treffer auf dem Konto", erzählt Jacob grinsend.

In der folgenden Saison ging er in der U19-Bundesliga für den 1. FC Saarbrücken auf Torejagd. Für Jacob persönlich verlief das Jahr bei den Molschdern erfolgreich. "Ich habe regelmäßig getroffen und bei Trainer Bernd Rohrbacher im taktischen Bereich viel gelernt", erzählt er. Doch auch seine 13 Tore in 26 Spielen konnten nicht verhindern, dass der FCS nach der Saison den Abstieg antreten musste. Aber: Jacob hatte mit seinen starken Auftritten das Interesse des 1. FC Kaiserslautern geweckt, der damals ebenfalls in der U19-Bundesliga vertreten war. Im Hinspiel zwischen FCS und FCK markierte Jacob den Siegtreffer zum 2:1. Beim 5:2-Kantersieg im Rückspiel schnürte er sogar einen Doppelpack.

Wenige Wochen nach der Partie meldeten sich die Pfälzer und überzeugten den Saarländer, künftig für die zweite Mannschaft der Roten Teufel in der Regionalliga aufzulaufen. Zwar plante offenbar auch der damalige Drittligist 1. FC Saarbrücken mit den Diensten des 19-Jährigen. Der entschied sich aber gegen das Angebot der Saarbrücker: "Ich hatte nicht den Eindruck, dass man mich beim FCS unbedingt halten wollte. Es hieß, ich könnte ab und zu mal oben mittrainieren, würde aber in der Regel in der Oberliga-Mannschaft spielen." Seitdem schnürt Jacob die Fußballschuhe für den 1. FC Kaiserslautern und erhielt vor der laufenden Saison seinen ersten Vertrag bei den Profis. "Ein Wahnsinnsgefühl", sagt Jacob, der sein begonnenes Fernstudium daraufhin auf Eis legte.
Ungemein laufstark

Die volle Konzentration auf den Fußball machte sich schnell bezahlt. Seit dem zehnten Spieltag stand der 21-Jährige in 15 von 17 Ligaspielen für den FCK auf dem Platz - "wenn auch oft nur für zehn Minuten", wie Jacob bescheiden einschränkt. Am 13. Spieltag gelang ihm beim 2:2 gegen den VfL Bochum sein erster Zweitliga-Treffer. "Auf dem Betzenberg. Vor der Westkurve, wo 12 000 Leute stehen. Ich war im ersten Moment eher geschockt, als dass ich mich freuen konnte", erinnert sich der Saarländer, der nur zwei Wochen später beim 3:1-Sieg über den FC St. Pauli seinen zweiten Saisontreffer nachlegte. Jacobs persönliches Motto auf dem Platz: "Wenn es fußballerisch mal nicht so läuft, kann man immer noch bis zum bitteren Ende laufen", sagt der Stürmer und wurde für diese Einstellung unlängst von FCK-Trainer Kosta Runjaic gelobt: "Gegen Aalen war Sebastian sieben Kilometer in einer Halbzeit unterwegs - das ist ein Spitzenwert." Ein Glück also für den 1. FC Kaiserslautern , dass Sebastian Jacob auch heute noch genau weiß, was er will.

fck.de