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Ein Quartett für die Paralympics

Saarbrücken. Das Saarland wird mit vier Leichtathletinnen vom Stützpunkt Saarbrücken bei den Paralympischen Spielen vertreten sein. Vor allem Claudia Nicoleitzik hofft auf eine Medaille – vier hat sie bei Paralympics schon gewonnen. red/sid

"Das ist der Lohn für alle, die daran gearbeitet haben", sagt Edmund Minas, der Vizepräsident des Behinderten- und Rehabilitationssportverband Saarland, und meint damit nicht nur, aber vor allem vier junge Leichtathletinnen aus dem Saarland: die Schwestern Claudia und Nicole Nicoleitzik, Vanessa Braun und Maike Hausberger.



Gestern hat der Deutsche Behindertensportverband 148 Athleten für die Paralympischen Sommerspiele vom 7. bis 18. September in Rio de Janeiro nominiert - darunter die vier Sportlerinnen vom Trainingsstützpunkt Saarbrücken , die von Claudia Nicoleitzik angeführt werden. Bei ihren Teilnahmen in Peking und London hat die 26-Jährige vom TV Püttlingen über 100 und 200 Meter bereits zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen gewonnen. In Rio, das hatte sie in den vergangenen Wochen immer wieder betont, wolle sie erneut um die Medaillen kämpfen - im besten Fall natürlich um die Farbe, die ihr noch fehlt: Gold.

Begleitet wird Nicoleitzik von ihrer Schwester Nicole, die gestern ihren 21. Geburtstag feierte, und Vanessa Braun (18), die beide ebenfalls für den TV Püttlingen starten und ihre Paralympics-Premiere erleben werden. Hausberger (21) ist aus Trier, wurde aber an der Eliteschule des Sports, dem Gymnasium am Rotenbühl, gefördert und gehört dem Stützpunkt nach wie vor an. "Hier wird gute Arbeit gemacht", sagt Minas.

Aushängeschilder der deutschen Mannschaft sind Prothesen-Weitspringer Markus Rehm und die 63-jährige Marianne Buggenhagen. Sie gewann bei bisher sechs Paralympics-Teilnahmen seit 1992 insgesamt neun Goldmedaillen im Diskuswerfen, Kugelstoßen oder Speerwerfen.