Ein paar Tore mit links

Saarlouis. Linkshänder sind im Handball sehr gefragt und wertvoll. Talentierte umso mehr. Handball-Zweitligist HG Saarlouis hat zwar einige Linkshänder im Kader - auf einen musste Trainer Goran Suton aber fast die komplette Hinrunde verzichten. Bei der Heim-Premiere 2013 heute Abend gegen den ThSV Eisenach (20 Uhr, Stadtgartenhalle) ist Jonathane Julevecourt aber wieder dabei

 Jonathane Julevecourt (Mitte) kann für das Spiel des Handball-Zweitligisten Saarlouis ein wichtiger Faktor sein. Foto: Ruppenthal

Jonathane Julevecourt (Mitte) kann für das Spiel des Handball-Zweitligisten Saarlouis ein wichtiger Faktor sein. Foto: Ruppenthal

Saarlouis. Linkshänder sind im Handball sehr gefragt und wertvoll. Talentierte umso mehr. Handball-Zweitligist HG Saarlouis hat zwar einige Linkshänder im Kader - auf einen musste Trainer Goran Suton aber fast die komplette Hinrunde verzichten. Bei der Heim-Premiere 2013 heute Abend gegen den ThSV Eisenach (20 Uhr, Stadtgartenhalle) ist Jonathane Julevecourt aber wieder dabei. Nach einer Knie-Operation vor einem Dreivierteljahr und einer langwierigen Rehabilitationszeit steht er der Mannschaft wieder zur Verfügung. Außerdem ist mit Steffen Fischer ein weiterer Linkshänder nach überstandenen Schulterproblemen wieder einsatzbereit. Fraglich ist hingegen der Einsatz von Torwart Rajko Milosevic, der Mitte der Woche wegen einer Grippe mit hohem Fieber im Bett lag.

"Es steht außer Frage, dass ihre Rückkehr eine absolute Bereicherung für uns ist. Man darf aber nicht vergessen, dass Rechtshänder Merten Krings in der Abwehr seinen Mann stehen kann und eine weitere Alternative für uns ist", sagt Goran Suton über die beiden Quasi-Neuzugänge, die schon beim Rückrunden-Auftakt in Emsdetten (23:28) vor einer Woche zum Einsatz kamen. Mit drei Treffern deutete der Franzose Julevecourt dort seine Torgefährlichkeit an. "Man hat schon gesehen, dass er die Vorbereitung mitgemacht hat und Gefahr im rechten Rückraum ausstrahlen kann", bescheinigt Spielmacher und Kapitän Danijel Grgic und ergänzt: "Er hatte einige gute Aktionen, aber ihm fehlt natürlich noch die Spielpraxis und die letzte Abstimmung mit der Mannschaft. Aber das wird mit der Zeit immer besser."

Für "Dado" ist es nicht unbedingt wichtig, mit welcher Hand der Mitspieler an seiner Seite besser werfen kann - es kommt einzig auf den Spielertyp an: "Es geht nicht in erster Linie darum, ob jemand Rechts- oder Linkshänder ist. Joko ist ein komplett anderer Typ als Merten. Von Joko erhoffen wir uns mehr einfache Tore aus der Distanz, Merten ist hingegen stark im Eins gegen Eins", erklärt Routinier Grgic: "Das ist eine große Entlastung für den kompletten Angriff, weil sich die gegnerische Abwehrreihe auf die komplette Aufbaureihe konzentrieren und nicht, wie in der Hinrunde oft, nur auf die linke Seite. Dadurch haben wir in der Mitte und am Kreis mehr Platz." Dies sei ein Umstand, "der uns stärker machen kann".

Das weiß auch Julevecourt. Dennoch bleibt er bescheiden: "Ich habe gegen Emsdetten viel Spielzeit bekommen, um mich selbst ein bisschen auszutesten, und dabei hatte ich ein gutes Gefühl. Auch, wenn wir leider verloren haben." Ob er sich selbst schon wieder bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit sieht? "Das weiß ich nicht, aber ich fühle mich fit und werde heute Abend mein Bestes geben", antwortet der 26-Jährige.

Auf die Frage, wie viele Tore er werfen wird, hat er keine konkrete Antwort parat: "Natürlich würde ich gerne in jedem Spiel eine Menge Tore werfen, aber gegen Eisenach ist es - unabhängig davon, wie oft ich treffe - viel wichtiger, das Spiel zu gewinnen", sagt er stattdessen. Mit Toren kann er seiner Mannschaft dabei am besten helfen. Und sich nebenbei noch wertvoller machen, als er es als Linkshänder ohnehin schon ist.

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