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Ein Mezler mit Tordrang

Aufgrund seiner Kopfballstärke darf Neunkirchens Abwehrspieler Artur Mezler (links im weißen Trikot) mit nach vorne. Foto: Thomas Burgardt
Aufgrund seiner Kopfballstärke darf Neunkirchens Abwehrspieler Artur Mezler (links im weißen Trikot) mit nach vorne. Foto: Thomas Burgardt
Neunkirchen. Dass er eine echte Verstärkung für die Abwehr ist, haben die Fans des Fußball-Oberligisten Borussia Neunkirchen gleich gemerkt: Als Artur Mezler nach seinem Winter-Wechsel vom Ligakonkurrent SV Roßbach/Verscheid in die Hüttenstadt seine ersten Spiele im schwarz-weißen Dress absolvierte, machte er vor allem wegen seiner Kopfballstärke auf sich aufmerksam Von SZ-Mitarbeiter Sebastian Zenner

Neunkirchen. Dass er eine echte Verstärkung für die Abwehr ist, haben die Fans des Fußball-Oberligisten Borussia Neunkirchen gleich gemerkt: Als Artur Mezler nach seinem Winter-Wechsel vom Ligakonkurrent SV Roßbach/Verscheid in die Hüttenstadt seine ersten Spiele im schwarz-weißen Dress absolvierte, machte er vor allem wegen seiner Kopfballstärke auf sich aufmerksam. Ob er diese auch am Samstag erfolgreich einsetzen kann, wird das Heimspiel gegen den FSV Salmrohr ab 14.30 Uhr (Ellenfeldstadion) zeigen."Es ist schon was Schönes, in so ein Stadion einzulaufen", schwärmt er vom altehrwürdigen Ellenfeldstadion, "Das ist schon was anderes als auf dem Sportplatz in Roßbach." Der 25-Jährige unterzeichnete in Neunkirchen einen bis Sommer 2013 gültigen Vertrag und fühlt sich bisher sichtlich wohl: "Ich wurde hier sehr gut aufgenommen. Wir haben uns meiner Meinung nach sehr schnell zusammengefunden. In anderen Vereinen habe ich dafür immer etwas länger gebraucht. Hier ging es trotz zehn, elf Neuzugängen komischerweise ganz schnell, dass wir eine Gemeinschaft wurden", sagt er.


In seiner Jugend spielte er zunächst in seiner Heimatstadt Euskirchen. Von dort wechselte er über die Jugendmannschaften des Bonner SC (A-Jugend Bundesliga) zu Herrenmannschaften unterer Klassen im Raum Euskirchen, ehe es ihn 2009 zum FC Hennef 05 in die Mittelrheinliga zog. 2010 gelang ihm der Sprung in die Oberliga Südwest zur SG Bad Breisig. Nach nur einer Saison erfolgte im vergangenen Sommer der Wechsel nach Roßbach/Verscheid. Ob Neunkirchen auch nur als Zwischenstation auf dem Weg zu höheren Aufgaben geplant ist? Oder ist er dafür mit 25 Jahren nicht schon zu alt? "Was heißt zu alt?! Ich arbeite schon daraufhin und will natürlich einmal in der Regionalliga oder in der 3. Liga spielen, ganz klar. Man weiß ja nie, was passiert", sagt er selbstbewusst und kündigt an: "Ich will mich weiterentwickeln und bin nicht hierher gekommen, um einfach nur ein wenig zu kicken. Wir wollten noch aufsteigen. Das hat ja nicht geklappt, also versuchen wir es halt in der nächsten Saison. Wenn der Stamm der Mannschaft zusammenbleibt, ist der Grundstein gelegt."

Der im russischen Omsk geborene Blondschopf will sich nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung zum Management-Assistent im Herbst 2011 nun voll auf seine Fußballkarriere konzentrieren. Daran hindern kann ihn weder eine Frau noch eine Freundin: "Ich bin ledig, da habe ich weniger Kopfschmerzen", sagt er und schmunzelt.



Weniger Kopfschmerzen bereiten wird Ricky Pinheiro künftig den Verantwortlichen der Borussia. Mit dem 23-jährigen Mittelfeldspieler, der im Winter von Regionalligist 1. FC Kaiserslautern II nach Neunkirchen kam, hat der Verein den bis Ende Juni laufenden Vertrag aufgelöst. Pinheiro verließ vor dem Spiel in Waldalgesheim (1:1) Anfang März die Mannschaftskabine, als er erfuhr, dass er nicht in der Starformation steht.