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Ein letztes Mal vor der Fahrt in die Heimat

Ein letztes Mal vor der Fahrt in die Heimat

Saarbrücken. In der Tischtennis-Bundesliga ging der Jahresausklang für den 1. FC Saarbrücken mit einer 0:3-Niederlage gegen Liebherr Ochsenhausen gehörig in die Hose

Saarbrücken. In der Tischtennis-Bundesliga ging der Jahresausklang für den 1. FC Saarbrücken mit einer 0:3-Niederlage gegen Liebherr Ochsenhausen gehörig in die Hose. In der Champions League will es die saarländische Mannschaft des Jahres besser machen und mit einem Sieg gegen den französischen Meister SV Hennebont heute um 19 Uhr in der Multifunktionshalle der Hermann-Neuberger-Sportschule ins Viertelfinale einziehen.

Nach dem souveränen 3:0-Auswärtssieg in Hennebont würde dem FCS schon ein einziger Sieg genügen, um in die nächste Runde einzuziehen. Allerdings erinnert sich so mancher noch schmerzlich an das bittere Halbfinal-Aus in der Vorsaison, als der FCS trotz eines 3:0-Hinspielsiegs gegen den UMMC Ekatarinburg das Endspiel noch verpasste.

"Wir haben gegen Ekatarinburg unsere Erfahrung gemacht. Wir wissen, wie schnell es auch in die andere Richtung gehen kann", sagt Bojan Tokic. Allerdings sei Hennebont mit dem Vorjahresfinalisten "nicht wirklich zu vergleichen", findet Tokic. "Ekatarinburg ist schon nochmal ein anderes Niveau als Hennebont", ist der Slowene optimistisch, dass ihm und seinen Saarbrücker Kollegen ein solches Missgeschick nicht wieder unterlaufen wird. Zumal dem FCS ja ein einziger Sieg schon reicht.

Eine entscheidende Frage ist, ob Joao Monteiro, der wegen eines blockierten Rückenwirbels gegen Ochsenhausen nicht spielen konnte, heute wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Sein Einsatz soll sich kurzfristig entscheiden. Auch Tokic ist nicht hundertprozentig fit, wie er selbst sagt: "Bei mir wurde ein Tennisarm diagnostiziert, wodurch ich nicht immer voll trainieren kann und mir etwas die Konstanz fehlt." Dazu scheint Hennebont fest entschlossen, mit einem entsprechend klaren 3:0-Sieg doch noch das Viertelfinale zu erreichen, wie der sportliche Leiter des FCS, Erwin Berg, weiß: "Die haben überall in den französischen Medien gesagt, dass sie schon zwei Mal ein 0:3 umgebogen haben. Eins ist klar: Die wollen gewinnen."

Schon jetzt freut sich Tokic darauf, einen Tag nach der Partie in seine Heimat Slowenien zu reisen, wo er mit seiner Familie Weihnachten feiern wird. Sänger Chris Rea sorgt bei dem Profi schon jetzt für die entsprechende Stimmung. "Ich höre schon seit drei Tagen ständig das Lied ,Driving Home for Christmas'", sagt Tokic mit seinem bekannt guten Lachen.

Diese gute Laune kann ihm nicht einmal der im Maya-Kalender für heute prognostizierte Weltuntergang vermiesen. "Wenn die Welt untergeht, hoffe ich wenigstens, dass es vor 19 Uhr passiert. Dann müssen wir wenigstens nicht spielen", macht sich Tokic einen Spaß.

Ernst ist es ihm entgegen, wenn er über seine sportlichen Ziele für die Zukunft spricht. "Es gibt einige Spieler, die mit 40 noch ihre Leistung bringen. Knapp über 30 ist im Tischtennis noch sehr jung. Ich möchte noch zwei Mal an Olympischen Spielen teilnehmen. Das ist mein Ziel", sagt der Spieler, der am 13. Januar 32 Jahre alt wird. Dass er solange in Saarbrücken spielt, ist für ihn eine schöne Vorstellung. "Das wäre super. Und danach werde ich dort Trainer", sagt Bojan Tokic. Dass er er dabei ein Lachen auf den Lippen hat, braucht wohl kaum erwähnt zu werden. "Wir wissen, wie schnell es auch in die andere Richtung gehen kann."

Bojan Tokic,

1. FC Saarbrücken

Champions League

Vorrundengruppe A (alle bisherigen Spiele):

GV Hennebont - 1. FC Saarbrücken 0:3

Fakel Orenburg - GV Hennebont 3:1

1. FC Saarbrücken - Fakel Orenburg 2:3

GV Hennebont - Fakel Orenburg 0:3

Fakel Orenburg - 1. FC Saarbrücken 3:1

1. FC Saarbrücken - GV Hennebont Fr, 19.00 Uhr



 1  .  Fakel Orenburg  4  12  :  4  8  :  0 
 2  .  1. FC Saarbrücken  3  6  :  6  2  :  4 
 3  .  GV Hennebont  3  1  :  9  0  :  6 

 Sie haben sich lieb: Der sportlicher Leiter Erwin Berg (rechts) nimmt Spaßvogel Bojan Tokic in den Schwitzkasten. Foto: Eibner
Sie haben sich lieb: Der sportlicher Leiter Erwin Berg (rechts) nimmt Spaßvogel Bojan Tokic in den Schwitzkasten. Foto: Eibner

Modus: Die ersten Zwei der Tabelle qualifizieren sich fürs Viertelfinale. Bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich.