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Ein Japaner sorgt in Melbourne für Begeisterung

Ein Japaner sorgt in Melbourne für Begeisterung

Melbourne. Ryosuki Nunoi und Jiro Satoh? Nein, diese beiden Namen hat Kei Nishikori noch nie gehört. Dass seine Landsleute vor 80 Jahren die letzten beiden japanischen Spieler waren, die bei den Australian Open das Viertelfinale erreicht hatten, war dem neuen japanischen Tennis-Helden nicht bekannt

Melbourne. Ryosuki Nunoi und Jiro Satoh? Nein, diese beiden Namen hat Kei Nishikori noch nie gehört. Dass seine Landsleute vor 80 Jahren die letzten beiden japanischen Spieler waren, die bei den Australian Open das Viertelfinale erreicht hatten, war dem neuen japanischen Tennis-Helden nicht bekannt. Doch trotz dieser verzeihbaren Wissenslücke sorgt der 22-Jährige mit seinen Leistungen in Melbourne für Begeisterung in seiner Heimat (und nicht nur dort). "Viele gratulieren mir per E-Mail", erzählte der 1,78 Meter kleine Nishikori.Den an Nummer sechs gesetzten Franzosen Jo-Wilfried Tsonga, einer der Titelkandidaten, rang Nishikori gestern im Achtelfinale mit 2:6, 6:2, 6:1, 3:6, 6:3 nieder. Erstmals steht er bei einem Grand-Slam-Turnier im Viertelfinale. Der letzte Japaner, dem dies gelang, war Shuzo Matsuoka 1995 in Wimbledon. Nishikori ist erst der zweite Profi aus dem Land der aufgehenden Sonne, der seit Einführung des Profitums 1968 bei einem der vier Majors zu den letzten Acht gehört. "Ich hoffe, dass meine Siege dazu führen, dass in Japan einige Kinder anfangen, Tennis zu spielen", meinte Nishikori, der nun gegen den starken Schotten Andy Murray antreten muss. dpa