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Ein Glas Sekt mit Oma Inge

Ein Glas Sekt mit Oma Inge

Hasborn. Nicht nur die Strapazen des Fußball-Saarlandpokal-Halbfinals gegen Röchling Völklingen hatten bei Matthias Krauß, dem 19-jährigen Stürmer des Fußball-Saarlandligisten SV Rot-Weiß Hasborn, Spuren hinterlassen. Auch die anschließenden Feierlichkeiten schlauchten den Angreifer ein wenig

Hasborn. Nicht nur die Strapazen des Fußball-Saarlandpokal-Halbfinals gegen Röchling Völklingen hatten bei Matthias Krauß, dem 19-jährigen Stürmer des Fußball-Saarlandligisten SV Rot-Weiß Hasborn, Spuren hinterlassen. Auch die anschließenden Feierlichkeiten schlauchten den Angreifer ein wenig. "Ich bin ziemlich müde", gab Krauß am Tag nach der Begegnung, in der er seine Elf mit dem 3:2 in der 85. Minute ins Endspiel schoss, zu. "Zuerst haben wir im Clubheim gefeiert, dann habe ich lange bei meiner Oma Inge gesessen und wir haben einen Sekt getrunken", erklärte Krauß lachend.

Daumendrücken auf Mallorca

Seine Großmutter verfolgt die Spiele zwar nicht mehr auf dem Platz. Aber wenn der Stürmer nach Hause kommt, berichtet er immer, wie es gelaufen ist. Und nicht nur die Oma fieberte mit. Sogar auf Mallorca wurden die Daumen gedrückt. Schwester Stephanie, die dort derzeit Urlaub macht, wurde von Krauß' Freundin Michelle über das Spiel informiert. Auch ansonsten will Stephanie immer alles rund um den Fußball von ihrem Bruder wissen.

In den letzten Wochen und Monaten konnte Krauß der Familie dabei nur Gutes berichten. Mit 27 Treffern führt Krauß schon in seiner ersten Saison im Aktivenbereich die Torschützenliste der Saarlandliga vor Jörg Rau vom SV Auersmacher (25 Tore) an. Hinzu kommen große Erfolge im Pokal. "Schon im vergangenen Jahr erreichten wir mit der A-Jugend das Finale gegen den 1. FC Saarbrücken. Dass mir das jetzt wieder gelungen ist, ist unglaublich", sagt der aus Holz stammende Stürmer.

Im A-Jugend-Pokalfinale 2011 schnupperte Krauß mit der JFG Schaumberg-Prims an einer Sensation gegen den späteren Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Saarbrücken. Erst in der Verlängerung musste sich Krauß mit seinem Team mit 1:3 geschlagen geben. In der Nachspielzeit hatte Krauß sogar die Riesen-Möglichkeit, seine Elf zum Pokal-Erfolg zu schießen, doch er vergab einen Foulelfmeter.

"Wenn wir gegen den FCS wieder einen bekommen, schieße ich nicht", sagt der Angreifer. Und wie schätzt er die Chancen gegen den drei Klassen höher spielenden 1. FC Saarbrücken ein? "Wir haben zwei Oberligisten ausgeschaltet. Von daher denke ich nicht, dass wir ganz chancenlos sind", erklärt der 19-Jährige.

Heute beginnen für den Schüler des Illinger Illtal-Gymnasiums die Abitur-Prüfungen, und am Freitag um 19 Uhr steht das Saarlandliga-Spitzenspiel zwischen dem SV Hasborn, Tabellen-Dritter, und dem Zweiten SV Auersmacher an. Drei Zähler Rückstand hat Hasborn auf den SVA, sechs sind es auf Spitzenreiter Halberg Brebach. Noch Hoffnung auf die Meisterschaft? "Groß sind unsere Chancen wohl nicht mehr, aber im Fußball ist alles möglich", sagt Krauß.

Olaf Marschall als Berater

Ob Krauß auch kommende Saison in Hasborn spielen wird, darüber ist noch keine Entscheidung gefallen. In der Winterpause absolvierte der Stürmer Probetrainings bei Borussia Mönchengladbach II und dem 1. FC Saarbrücken. "Ich habe mit meinem Berater Olaf Marschall entschieden, dass er mir erst nach den Abitur-Prüfungen sagt, welche Möglichkeiten ich habe. Bis dahin ist alles offen", berichtet Krauß.

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Foto: scholl/SV hasborn