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Ein echtes Endspiel um den Aufstieg

Ein echtes Endspiel um den Aufstieg

Was für ein Saisonfinale in der Fußball-Saarlandliga: An diesem Samstag treffen Tabellenführer FSV Jägersburg und Verfolger SV Bübingen im direkten Duell um den Oberliga-Aufstieg aufeinander.

Der Alois-Omlor-Sportpark in Jägersburg wird am kommenden Samstag um 16 Uhr aus allen Nähten platzen. Denn dann spielen der gastgebende FSV Jägersburg und der SV Bübingen im direkten Duell am letzten Spieltag der Saison den Saarlandliga-Meister aus. Der FSV rechnet mit gut 1000 Zuschauern. "Soweit ich mich erinnern kann, waren so viele noch nie bei einem Heimspiel von uns", sagt Jägersburgs Trainer Marco Emich.

Der 41-jährige Bankkaufmann Emich sitzt seit 2002 bei seinem Heimatverein aus dem Homburger Stadtteil auf der Bank und ist der dienstälteste Übungsleiter der Liga. Die Meisterschaft und der damit verbundene Oberliga-Aufstieg wären für ihn die Krönung seiner Arbeit. Da Jägersburg (72 Punkte) vor dem Duell einen Zähler mehr als Bübingen auf dem Konto hat, würde der Emich-Elf ein Remis zum Titel reichen. "Vielleicht stehen unsere Chancen deshalb 51:49 statt 50:50", sieht der Trainer dies aber nicht als allzu großen Vorteil.

Zumal der FSV nicht in Bestbesetzung antreten kann. Mit Torwart Philipp Luck (Handbruch) und Außenverteidiger Philipp Bosslet (Meniskus-Verletzung) stehen zwei Stammkräfte aus der besten Abwehr der Liga nicht zur Verfügung. Zudem bangt Emich um den Einsatz von Kapitän Matthias Stumpf, der beim 0:0 am Sonntag in Köllerbach umgeknickt war und ausgewechselt wurde. Bei Konkurrent Bübingen werden mit Julian Druck (Kreuz- und Außenbandriss) und Tobias Wittenberg (Hüfte) ebenfalls zwei Spieler ausfallen. Diese gehören aber nicht zur Stammelf.

Sowohl Jägersburg als auch Bübingen würden beim Titelgewinn zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in die Oberliga aufsteigen. "Meine Spieler haben sich in den vergangenen beiden Jahren enorm entwickelt", sagt Bübingens Trainer Martin Peter. "Da wäre die Oberliga der nächste logische Schritt, auch wenn wir dort gegen den Abstieg spielen würden." Obwohl der SV noch nie in der Oberliga war, haben viele Spieler überregionale Erfahrung. "Ein Großteil des Kaders hat mit der JFG Obere Saar in der Jugend-Regionalliga gespielt", berichtet Peter. Bübingen verfügt übrigens über einen blutjungen Kader. "Oft laufen wir mit zehn U23-Spielern von Beginn auf", verrät Peter. Mit 28 Jahren ist Abwehrspieler Björn Kowalski der älteste Akteur. Auch der bislang einzige Neuzugang für die kommende Runde, Marcel Schorr (20, vom SV Merchweiler), passt in die Altersstruktur.

Etwas aktiver auf dem Transfermarkt war dagegen Jägersburg . Der FSV hat sich die Dienste von Julian Fricker (1. FC Saarbrücken II), Patrick Seidel (FC Wiesbach) und Andreas Koch (SV Morlautern, früher 1. FC Saarbrücken II) gesichert. Der FSV wird übrigens im Aufstiegsfall im eigenen Alois-Omlor-Park spielen dürfen. Der Regionalverband Südwest erteilte der Spielstätte grünes Licht. In Bübingen ist noch nicht klar, wo im Falle eines Aufstiegs gespielt würde. Der Kunstrasenplatz der Blau-Weißen erfüllt nicht alle Bedingungen, eventuell wird aber eine Ausnahmegenehmigung erteilt. "Wir rechnen mit einer Entscheidung bis Anfang nächster Woche. Wenn wir nicht in Bübingen spielen dürfen, tragen wir unsere Heimspiele in Brebach aus", erklärt der SV-Vorsitzende Thomas Latz.

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Auf einen BlickDer Zweite der Saarlandliga hat nach der regulären Saison noch die Möglichkeit, über eine Relegations-Runde aufzusteigen. An dieser nehmen neben dem Saarlandliga-Vizemeister der Vizemeister der Rheinland-Liga (SV Mehring) und der Vizemeister der Verbandsliga Südwest (SV Waldalgesheim oder FK Pirmasens II) teil. Das erste Spiel bestreitet der Saar-Vertreter am 30. Mai beim SV Mehring. sem