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Ein Derby ohne Derby-Charakter

Ein Derby ohne Derby-Charakter

Homburg. Fußball-Derbys sind meist geprägt von hartem Kampf und hitzigen Diskussionen nach der Partie. Insofern war die Partie zwischen dem FC Homburg und dem SV Auersmacher in der Fußball-Oberliga wohl kein klassisches Derby. Zwar sahen die 788 Zuschauer am Freitagabend im Homburger Waldstadion den ein oder anderen härteren Zweikampf, doch Anlass für heiße Wortgefechte gab es nicht

Homburg. Fußball-Derbys sind meist geprägt von hartem Kampf und hitzigen Diskussionen nach der Partie. Insofern war die Partie zwischen dem FC Homburg und dem SV Auersmacher in der Fußball-Oberliga wohl kein klassisches Derby. Zwar sahen die 788 Zuschauer am Freitagabend im Homburger Waldstadion den ein oder anderen härteren Zweikampf, doch Anlass für heiße Wortgefechte gab es nicht. Vielmehr präsentierten sich zwei zufriedene Trainer auf der Pressekonferenz. Homburgs Trainer Jens Kiefer konnte zufrieden sein, da sich seine Mannschaft letztlich verdient mit 2:1 (1:0) durchgesetzt hatte. "Wir sind nicht einfach blind nach vorne gerannt. Wir haben defensiv sehr gut gestanden und gleichzeitig offensiv sehr gut agiert", meinte Kiefer. Sein Trainerkollege Jörn Birster war trotz der Niederlage "sehr zufrieden", weil sich seine Spieler "sehr gut verkauft haben" und gezeigt hatten, dass "sie zu Recht im oberen Tabellendrittel stehen".

Zufrieden konnten auch die Zuschauer sein. Denn sie sahen eine fußballerisch gute Partie. Die Homburger präsentierten sich von Beginn an konzentriert und erarbeiteten sich erste Torchancen. Doch David Seibert (4. und 7. Minute) und Michael Petri (10.) vergaben. In der 32. Minute ging der FCH schließlich durch Marc Scherschel in Führung. Eine Flanke von Michael Petri verwertete der 21-Jährige per Kopf zum 1:0. Nur wenig später hätte Tobias Mansfeld nach einem Konter noch vor der Pause auf 2:0 erhöhen können. Doch er scheiterte aus kurzer Distanz an Auersmachers Torhüter Christian Hollinger (38.). Die größte Torchance für Auersmacher vergab Andreas Wellner, der in der 45. Minute überhastet abschloss.

Nach Wiederanpfiff zeigte sich das gleiche Bild: Homburg erspielte sich aus einer sicheren Defensive weitere Torgelegenheiten. Und so erhöhte Tobias Mansfeld nach Vorlage von Marc Scherschel auf 2:0 (61.). Zu diesem Zeitpunkt schien die Partie entschieden. Doch der FCH zogen sich im Anschluss zurück und überließ dem SVA mehr vom Spiel. Dies sollte sich in der 75. Minute rächen. Nach einem Torwartfehler von Thorsten Hodel erzielte der eingewechselte Mathias Munz den 1:2-Anschlusstreffer.

"Wir hatten das Spiel bis zum Gegentor im Griff. Da haben wir unnötig gezittert", erklärte Homburgs Christoph Holste. Und Gäste-Trainer Jörn Birster sagte: "Ein Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat es noch einmal geschafft, die Homburger und auch die Zuschauer in Wallungen zu bringen." Doch mehr als der Anschluss sollte für den SVA nicht mehr herausspringen.