Ein denkbar schlechter Abend

Saarbrücken. Es war kein guter Abend für den 1. FC Saarbrücken-Tischtennis bei der 2:3-Niederlage im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen ASTT Chartres. Nicht vieles lief zusammen bei den Saarländern. Da war zunächst die überraschende Aufstellung, die Bastian Steger an Position drei führte

 Die Körperhaltung spricht Bände: Joao Monteiro zeigte im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Freitagabend gegen Chartres eine schwache Leistung. Der FCS verlor mit 2:3. Foto: Ruppenthal

Die Körperhaltung spricht Bände: Joao Monteiro zeigte im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Freitagabend gegen Chartres eine schwache Leistung. Der FCS verlor mit 2:3. Foto: Ruppenthal

Saarbrücken. Es war kein guter Abend für den 1. FC Saarbrücken-Tischtennis bei der 2:3-Niederlage im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen ASTT Chartres. Nicht vieles lief zusammen bei den Saarländern. Da war zunächst die überraschende Aufstellung, die Bastian Steger an Position drei führte. "Ich war erkältet und konnte deshalb nicht richtig trainieren", erklärte der 31-Jährige. Immerhin machte er seine Sache gut, dominierte in seinem einzigen Spiel des Abends gegen Damien Eloi klar und stellte mit seinem 3:1-Sieg den 2:1-Zwischenstand zugunsten seines Teams her.

Das war der Moment, als bei den knapp 500 Zuschauern in der Joachim-Deckarm-Halle das Gefühl herrschte, die Partie könne nun klar für die Saarbrücker ausgehen. Zuvor hatte Bojan Tokic nach einem 0:2-Satzrückstand in einem mitreißenden Fünfsatz-Krimi Per Gerell niedergerungen und mit dem 1:1-Ausgleich für den FCS, nach der 1:3-Auftaktniederlage des an eins spielenden Joao Monteiro gegen Gao Ning, die Halle in Begeisterung versetzt. Kurios war, dass Tokic von Beginn an der klar bessere Akteur in den Ballwechseln war, aber lange Zeit an den Aufschlägen seines Gegners schier verzweifelte. So wurde es ein extrem knapper Sieg, in dessen Anschluss Tokic in bekannter Manier das Publikum aufheizte.

"In so einem Spiel macht Gao Ning den Unterschied. Er ist nicht umsonst die Nummer 15 der Welt", kommentierte Tokic die beiden Niederlagen, die er und Monteiro letztlich einstecken mussten. Nachdem Monteiro auch in seinem zweiten Spiel des Abends gegen Robert Gardos, der für Per Gerell eingewechselt wurde, meilenweit von seiner Bestform agierte und fast chancenlos mit 0:3 unterlag, musste das Duell zwischen Tokic und Gao Ning die Entscheidung bringen. Der Slowene zeigte zwar wie immer Kampfgeist, musste sich aber letztlich mit 1:3 Sätzen geschlagen geben. "Möglich ist es, aber es wird sehr, sehr schwer. Zumal wir ja auch im Satzverhältnis nicht so toll dastehen", sieht Steger die Chancen auf ein Weiterkommen im Rückspiel am Freitag realistisch.

Nach dem Viertelfinale sollen mit Monteiro und Tokic Gespräche aufgenommen werden über eine Fortführung von der auslaufenden Verträgen. "Ich möchte gerne auch in der nächsten Saison in Saarbrücken spielen. Ich habe mich ja schon mündlich dazu bekannt", sagt Tokic. Eine positive Überraschung beim Rückspiel in Frankreich am kommenden Freitag würde die Position der Spieler dabei sicher nicht verschlechtern.