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Ein Bundesligist als Baustelle

Ein Bundesligist als Baustelle

Stuttgart. Links in der Cannstatter Kurve klafft nach dem Abriss ein großes Loch, rechts auf der Untertürkheimer Seite fehlt noch ein Teil der neuen Tribüne. Der Umbau der Heimspielstätte des VfB Stuttgart in ein reines Fußball-Stadion schreitet nur langsam voran - und das Bild passt perfekt zum Zustand des Teams: Ein Bundesligist als Baustelle

Stuttgart. Links in der Cannstatter Kurve klafft nach dem Abriss ein großes Loch, rechts auf der Untertürkheimer Seite fehlt noch ein Teil der neuen Tribüne. Der Umbau der Heimspielstätte des VfB Stuttgart in ein reines Fußball-Stadion schreitet nur langsam voran - und das Bild passt perfekt zum Zustand des Teams: Ein Bundesligist als Baustelle. Zwar zog der VfB mit dem 2:2 gegen den international zweitklassigen Molde FK am Donnerstag in die Playoffs der Europa League ein, wo ihm am Freitag Slovan Bratislava aus der Slowakei zugelost wurde. Doch die Fans waren unzufrieden. Furchtbar, peinlich oder - auf Schwäbisch - "grottenschlecht" sei die Leistung gewesen. Und Trainer Christian Gross sprach mit Blick auf die anstehende Saison von seinen "Sorgen".Nach dem 3:2-Sieg beim abstiegsbedrohten norwegischen Erstligisten vor Wochenfrist reichte das Unentschieden im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zwar zum Weiterkommen. Doch die Vorbereitung der Stuttgarter bleibt schwierig. WM-Urlauber, die erst seit Montag wieder im Training sind (Cacau, Serdar Tasci, Khalid Boulahrouz), ein Kapitän, der noch eine Weile ausfällt (Matthieu Delpierre). Und Verstärkungen für die offensiven Außenbahnen, die nur zwei Wochen vor dem Bundesliga-Auftakt weiter auf sich warten lassen. So passte es ins Bild des Abends, dass der Transfer von Gross' Wunschspieler André Ayew geplatzt ist. Die von Olympique Marseille geforderte Ablöse für den ghanaischen Nationalspieler von rund fünf Millionen Euro will der VfB nicht zahlen. Immerhin absolviert am Freitag Philipp Degen seinen Medizin-Check in Stuttgart. Der 27-Jährige, mit dem Gross 2005 als Coach des FC Basel Schweizer Meister wurde, soll vom FC Liverpool für ein Jahr ohne Gebühr ausgeliehen werden und die rechte Abwehrseite verstärken. Wenigstens etwas Freude für Gross, der gegen Molde die "Wettkampfintensität" vermisste. Denn auch in Mittelfeld und Angriff klappte nur wenig. Immerhin: Nach dem 0:2-Rückstand kurz nach der Pause habe seine Mannschaft "positiv reagiert", erklärte Gross. Tore von Pawel Pogrebnjak (54.) und Timo Gebhart (90. +3) verhinderten eine Blamage. dpa