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Ein begeisterter Dirk Alles: "Wir haben sensationell gedeckt"

Ein begeisterter Dirk Alles: "Wir haben sensationell gedeckt"

Homburg. Die Handballer des TV Homburg haben die RPS-Oberliga noch längst nicht abgeschrieben. Nach einer beeindruckenden - vor allem kämpferischen - Leistung durften sich die Schützlinge von Trainer Dirk Alles am Samstagabend von ihren Fans in der gut besuchten Kreissporthalle für einen knappen, aber verdienten 29:27-Sieg feiern lassen. Die St

Homburg. Die Handballer des TV Homburg haben die RPS-Oberliga noch längst nicht abgeschrieben. Nach einer beeindruckenden - vor allem kämpferischen - Leistung durften sich die Schützlinge von Trainer Dirk Alles am Samstagabend von ihren Fans in der gut besuchten Kreissporthalle für einen knappen, aber verdienten 29:27-Sieg feiern lassen. Die St. Ingberter hatten sich zuvor wieder mal von ihrer schwachen Auswärtsseite präsentiert: ohne den notwendigen Biss, mit vielen leichten technischen Fehlern. "Einfach schlecht", brachte Mirko Schwarz die gemeinsame Leistung hinterher auf den Punkt. Auch SGH-Trainer Peter Masica mochte nichts beschönigen: "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen und es versäumt, die zeitweilige Zwei-Tore-Führung auszubauen. Wir haben über weite Strecken den Kampf nicht angenommen und nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten."

Kollege Dirk Alles bescheinigte seinen Jungs, "dass sie sensationell gedeckt und kämpferisch bis ans Limit gegangen sind. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die sich voll an die taktischen Absprachen gehalten hat." Alles wollte das durchaus auch als kleinen Seitenhieb "auf unsere zahlreichen Tribünentrainer" verstanden wissen, "die zuletzt völlig unnötig Unruhe bei uns reingebracht haben". Die geschlossene Mannschaftsleistung gegen St. Ingbert ist um so höher zu bewerten, als der TV Homburg schon ab der fünften Minute ohne Vladimir Stukalin auskommen musste. Stukalin wurde umgehend im Krankenhaus untersucht, "wie schwer seine Knieverletzung ist, können wir noch nicht sagen", so Dirk Alles.

Der Spielverlauf in Kürze: Homburg führte von Beginn an knapp. Nur zwischen der 12. und 14. Minute lagen die Gäste mit zwei Toren vorne. "Da hätten wir den Sack zumachen müssen", ärgerte sich Peter Masica nach dem Abpfiff. Stattdessen produzierten seine Spieler Unkonzentriertheiten und unverständliche technische Fehler gleich in Serie.

Selbst in der Phase, als die Homburger nur drei Feldspieler auf dem Platz hatten, tat sich die SGH schwer. Halbzeit 16:14. St. Ingbert brachte in der zweiten Halbzeit Alex Wesely und nach dreieinhalb Monaten Zwangspause erstmals auch wieder Peter Jancik. Doch wesentlich besser wurde es dadurch zunächst nicht. Dass sie Handball spielen können, zeigten die St. Ingberter von der 50. bis 52. Minute. Da zauberten sie wenigstens mal ansatzweise, trafen vier Mal hintereinander und waren bis auf ein Tor ran (26:25). Doch immer wieder zogen die Homburger den Kopf aus der Schlinge. Christian Sorg besorgte schließlich den 29:27-Endstand, nachdem die SGH eine Minute vor Schluss die Möglichkeit zum Ausgleich vertändelte. "Die Mannschaft mit mehr Herzblut hat gewonnen", freute sich besonders Mike White über den Sieg gegen seine ehemaligen Kameraden. "Eine unserer besten Abwehrleistungen hat uns auch im Angriff Sicherheit gegeben", analysierte Christian Sorg. "Wir hatten wohl auch die bessere Kondition", machte Fadil Jusufbegovic als weiteren Grund für den TVH-Sieg aus. "Teilweise haben wir Stand-Handball gezeigt", gab Peter Jancik zu.

SGH: Dominic Mader 5/3; Mirko Schwarz, Jakub Balaz, Th. Blaumeiser: je 4, Konrad Endres 3, Jan Weise, Roman Kraus je 2, Alexander Wesely, Peter Jancik, D. Blaumeiser je 1.

TVH: Fadil Jusufbegovic 9/7; Daniel Sorg 6, Ch. Boscolo 5, Gunnar Jensen, Ch. Schmitz je 3, Dirk Spohrer, Vladimir Stukalin, Steffen Ecker je 1.

"Wir hatten wohl auch die bessere Kondidition."

TVH-Torjäger

Fadil Jusufbegovic