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Ein anderes Gesicht zeigen

Saarlouis. Die Saarlouis Royals spielen heute gegen Wasserburg. Bleiben sie im Titelrennen? Tobias Fuchs

Die gute Nachricht vorweg: Für Basketball-Bundesligist Saarlouis Royals wird die Saison heute nicht enden. Um 19.30 Uhr empfangen die Royals im Halbfinale der deutschen Meisterschaft den TSV Wasserburg in der Stadtgartenhalle. Es ist die zweite Partie der Vorschlussrunde. Am vergangenen Montag verlor Saarlouis beim Serienmeister mit 62:88. Sollte es zu Hause eine weitere Niederlage geben, spielen die Saarlouis Royals nicht mehr um den Titel - aber noch um Platz drei der Bundesliga."Wir wollten die Endrunde erreichen", erinnert Royals-Trainer Hermann Paar an das Saisonziel. Das heißt: Die Saarlouiserinnen liegen im Soll. Mit einem Trostpreis will Paar sich trotzdem nicht begnügen. Fest steht: Um zumindest ein drittes Halbfinal-Spiel zu erzwingen - dann am Sonntag in Wasserburg - muss Saarlouis sich steigern. "Wir haben ein schlechtes Auswärtsspiel bei der besten Mannschaft in Deutschland gemacht", blickt Paar zurück. In der Offensive vermisste er Aggressivität und Disziplin, defensiv habe seine Mannschaft in Bayern "nicht körperlich genug" gespielt, analysiert der Trainer. Er kündigt für heute an: "Wir werden mit hundertprozentiger Sicherheit ein anderes Gesicht zeigen."



Levke Brodersen hofft auf das Publikum. In einem Video, das die Royals nach der Enttäuschung von Wasserburg veröffentlichten, sagte die Spielführerin: "Wir haben gesehen, wie entscheidend für uns der Heimvorteil ist." Tatsächlich spielte sich Saarlouis im Viertelfinale gegen den Herner TC in eigener Halle zeitweise "in eine Art Rausch", sagt Paar. Auch dank Sabine Niedola. In Wasserburg wirkte sie überspielt. Paar sieht die seit Wochen angeschlagene Lettin "weit unter ihrem Niveau", wird sie aber heute wieder einsetzen müssen. "Der Einsatz ist mit ihr abgesprochen", erklärt er.