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Ein Abschied ohne Tränen

Ein Abschied ohne Tränen

Duisburg. Am Ende war es eine deutliche Angelegenheit. Eine 0:5 (0:2)-Niederlage des 1. FC Saarbrücken gestern beim FCR Duisburg und ein 2:1-Sieg des USV Jena beim VfL Wolfsburg. Bei 14 Punkten fünf Zähler Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz - das ergibt den Abstieg aus der Frauenfußball-Bundesliga. Dabei hielt der FCS beim Tabellendritten das Spiel lange offen

Duisburg. Am Ende war es eine deutliche Angelegenheit. Eine 0:5 (0:2)-Niederlage des 1. FC Saarbrücken gestern beim FCR Duisburg und ein 2:1-Sieg des USV Jena beim VfL Wolfsburg. Bei 14 Punkten fünf Zähler Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz - das ergibt den Abstieg aus der Frauenfußball-Bundesliga.Dabei hielt der FCS beim Tabellendritten das Spiel lange offen. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff fiel das vorentscheidende 0:2 durch Mandy Islacker. Die weiteren Treffer vor über 1000 Zuschauern erzielten Alexandra Popp (17./72./89.) per Dreierpack und Femke Maes (61.). Eine höhere Niederlage verhinderte die gute Christina Ehl im Tor des FCS. Saarbrückens Trainer Tobias Jungfleisch war aufgrund der zuvor geringen Erfolgsaussichten nicht allzu enttäuscht. "Natürlich sehe ich bei den Spielerinnen keine glücklichen Gesichter, aber geweint hat keine", sagte der Trainer. Sein Blick geht nach vorne: "Das Ding ist vorbei. Jetzt braucht es einen Neuanfang in der 2. Liga." Und die Vorkehrungen dafür werden schon ab der nächsten Woche gestartet. "Es wird Gespräche mit allen Beteiligten geben, und es wird ein großer personeller Umbruch passieren. Wir werden vielleicht vier oder fünf Spielerinne behalten", verriet Jungfleisch.

Den ersten Abgang gab es unmittelbar nach dem Spiel zu vermelden: Sif Atladottir wechselt aus privaten Gründen mit sofortiger Wirkung nach Schweden. Ihr Vertrag wird aufgelöst. Die anderen Spielerinnen werden aber beim Bundesliga-Cup dabei sein, einem WM-Überbrückungsturnier, das am 23. April beginnt und an dem neben dem FCS fünf weitere Bundesligisten teilnehmen. Auf der Rückfahrt aus Duisburg durfte sich die Mannschaft zum Abschluss über ein Essen eines Catering-Services freuen. Ein kleiner Trost für eine enttäuschende Saison. jan