Ede gibt sein Debüt an der Kaiserlinde

Kaiserslautern · Chinedu Ede soll die neue Offensiv-Waffe des 1. FC Kaiserslautern im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga sein. Sein erstes Spiel für den FCK bestreitet der 26-Jährige an diesem Sonntag im Testspiel bei der SV Elversberg.

Wenn Fußball-Zweitligist 1. FC Kaiserslautern an diesem Sonntag, 14 Uhr, sein Testspiel bei Drittligist SV Elversberg bestreitet, werden viele Augen auf Neuzugang Chinedu Ede gerichtet sein. Bis Saisonende wurde der Offensivspieler von Bundesligist FSV Mainz 05 ausgeliehen - ohne Kaufoption. Einen Verbleib beim FCK nach der Saison will der 26-Jährige nicht ausschließen. "Ich werde mich hier ein halbes Jahr lang so gut wie möglich präsentieren. Wenn es für beide Seiten passt, müssen wir eine Lösung finden. Ich wäre ja blöd, wenn ich nicht über den FCK nachdenken würde, obwohl ich hier zufrieden bin", sagt er.

Zufrieden war Ede in Mainz nicht mehr. "Suboptimal" bezeichnet der Deutsch-Nigerianer die Hinrunde bei den 05ern, bei denen er in der Vorbereitung einen Außenbandriss im Sprunggelenk erlitt und in den Planungen von Trainer Thomas Tuchel anschließend kaum eine Rolle spielte. "Ich war sechs Wochen verletzt. Und als ich endlich wieder ins Training eingestiegen bin, hat mir die Spritzigkeit gefehlt, die ich für mein Spiel brauche. Seit einem Monat bin ich aber topfit", versichert Ede. In Kaiserslautern will der gebürtige Berliner durchstarten. "Ich bin hierher gekommen, um mit dem FCK aufzusteigen - am liebsten natürlich direkt. Die Qualität dazu haben wir", erklärt Ede, der sich eher als Torvorbereiter denn als Vollstrecker sieht und im offensiven Mittelfeld flexibel einsetzbar ist. Am besten zum Tragen kommen Edes Stärken - Schnelligkeit und Spielwitz - auf dem linken Flügel. Auf dieser Position erzielte der einstige deutsche Junioren-Nationalspieler in der Saison 2011/2012 für Zweitligist Union Berlin sieben Tore und bereitete zwölf vor. So machte er Mainz auf sich aufmerksam. In der folgenden Saison wechselte Ede für 1,2 Millionen Euro Ablöse zum FSV.

Mit dem Fußballspielen begonnen hat der Sohn eines Ingenieurs und einer Lehrerin im Kindesalter bei den Reinickendorfer Füchsen. 2002 wurde Ede von Hertha BSC entdeckt, spielte mit 18 Jahren in der Regionalliga-Elf, bevor er 2006 sein Bundesliga-Debüt gegen Borussia Dortmund (2:1) gab. Unter Trainer Lucien Favre bekam Ede in Berlin aber immer weniger Spielzeit und entschloss sich 2008 zu einem Wechsel zum MSV Duisburg. Dort wurde der heute 26-Jährige nicht glücklich und kehrte 2010 zurück nach Berlin, wo er fortan für Union die Fußballschuhe schnürte.

Von der Stadt Kaiserslautern hat Ede, der noch im Hotel lebt, erst wenig gesehen. "Nur den Wald, das Stadion und das Trainingsgelände", sagt er lachend. Andere Angebote hatte er im Winter abgelehnt. "Der FCK war am interessantesten. Stefan Kuntz und Kosta Runjaic haben mich mit ihrem Konzept überzeugt und mir zu verstehen gegeben, dass sie mich unbedingt wollen. Außerdem kommt die offensive Ausrichtung des FCK meiner Spielweise entgegen", sagt Ede. Ob auch die besondere Atmosphäre auf dem Betzenberg zu seiner Entscheidung beigetragen hat? "Klar. Zwei Mal hab ich hier mit Union und Duisburg gespielt, zwei Mal war die Hölle los."

FCK-Angreifer Simon Zoller fällt mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel bis zu sechs Wochen aus. Das teilte der FCK mit.

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