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Durststrecke des DFB geht weiter

Durststrecke des DFB geht weiter

Ein Tor fehlte dem U19-Team des DFB für den Halbfinal-Einzug bei der EM in Griechenland. Punktgleich mit den Gruppengegnern aus Spanien, Russland und den Niederlanden scheidet die Mannschaft nach der Vorrunde aus.

Die Durststrecke des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ohne Titel im männlichen Nachwuchs-Bereich setzt sich fort. Als viertes Junioren-Team des DFB scheiterte die U19-Auswahl in Griechenland bei einer EM-Endrunde durch ein 2:2 (1:2) im entscheidenden Gruppenspiel gegen Russland schon nach der Vorrunde. Punktgleich mit den Halbfinalisten Spanien und Russland sowie den Niederlanden musste die DFB-Auswahl als Schlusslicht der Gruppe ihre Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung begraben.

Thilo Kehrer hatte die deutsche Elf nach zwölf Minuten in Führung gebracht, ehe der Schalker 20 Minuten später per Eigentor den Vorteil seines Teams auch wieder zunichte machte. Nachdem die Russen in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sogar in Führung gegangen waren, weckte der Ausgleich für Sorgs Mannschaft durch den Stuttgarter Timo Werner (65.) noch einmal Hoffnungen. Doch in den letzten 25 Minuten konnten die DFB-Talente nicht mehr für den notwendigen Siegtreffer erzielen.

"Wenn man mit allen Mannschaften punktgleich ist und trotzdem ausscheidet, ist das natürlich sehr bitter", meinte DFB-Trainer Marcus Sorg nach dem Abpfiff: "Die Enttäuschung ist entsprechend groß. Aber die Jungs haben in allen Spielen eine gute Mentalität gezeigt und bei diesem Turnier unbezahlbare Erfahrungen gemacht. Es wird sie in ihrer Entwicklung weiterbringen, das ein kleiner Trost."

Vor Sorgs Mannschaft, die nach ihren vorherigen Duellen mit Spanien (0:3) und den Niederlanden (1:0) einen Sieg zum Sprung ins Semifinale benötigte, hatten bereits die U17 (1:4 im EM-Finale gegen Frankreich), die U20 (Viertelfinal-Aus bei der WM) und die U21 (Halbfinal-Aus bei der EM) bei diesjährigen Turnieren Titelchancen ungenutzt gelassen. Damit ist die U17-WM in Chile (17. Oktober bis 8. November) für den Weltmeister-Nachwuchs die letzte Chance des Jahres auf einen Erfolg.