"Druck? Super!"

Kaiserslautern. Milan Sasic, der Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, ist ein humorvoller Mann. "Wir werden mit zwölf Mann verteidigen und alles daran setzen, dass die Null stehen bleibt", sagt er auf die Frage, ob der FCK heute (17.30 Uhr) gegen den Tabellenelften VfL Osnabrück defensiver als zuletzt zu Werke gehen werde. "Das ist doch Quatsch

Kaiserslautern. Milan Sasic, der Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, ist ein humorvoller Mann. "Wir werden mit zwölf Mann verteidigen und alles daran setzen, dass die Null stehen bleibt", sagt er auf die Frage, ob der FCK heute (17.30 Uhr) gegen den Tabellenelften VfL Osnabrück defensiver als zuletzt zu Werke gehen werde. "Das ist doch Quatsch. Wir haben noch nie auf Unentschieden gespielt", erklärt Sasic - und warnt: "Die haben bislang auswärts immer ein Tor geschossen. Sie sind viel stärker als Oberhausen." Gegen Rot-Weiß Oberhausen verlor der FCK am vergangenen Sonntag mit 1:2.

Aus Fehlern gelernt

Man habe aus den Fehlern gelernt, das Oberhausen-Spiel analysiert und im Training aufgearbeitet, sagt Sasic und gibt vor: "Wir wollen an unsere gewohnte Leistung anknüpfen, das Tempo hochhalten, aggressiv in die Zweikämpfe gehen, den Rhythmus des Spiels bestimmen."

Personell wird es eine Veränderung geben: Moussa Ouattara wird nach abgesessener Gelb-Sperre in die Mannschaft zurückkehren. Der Abwehrspieler gehört in dieser Saison zu den Stützen in der Lauterer Mannschaft. "Eigentlich habe ich mich über seine Sperre geärgert, weil die Gelbe Karte nicht gerechtfertigt war", sagt Sasic, "aber Moussa hatte ohnehin Knie- und Rückenprobleme. Jetzt konnte er sich erholen und gezielt trainieren." Die Spielweise des 26-Jährigen aus Burkina Faso freut seinen Trainer: "Er hat eine positive Entwicklung genommen. Der räumt hinten klasse ab, gibt immer 100 Prozent. Da sehe ich auch mal über den ein oder anderen Fehler hinweg. Und irgendwann wird er auch in der Offensive einen Kopfball bekommen und treffen."

FCK rechnet mit 25000 Fans

Trotz der Zuschauer-unfreundlichen Anstoßzeit 17.30 Uhr rechnet der 1. FC Kaiserslautern heute gegen den VfL Osnabrück mit 25000 Besuchern. Denn die Euphorie in der Pfalz nach dem eher unerwarteten Höhenflug der Mannschaft ist groß. Viele Fans der Roten Teufel träumen vom Wiederaufstieg. Eine Drucksituation, mit der die junge Mannschaft lernen muss umzugehen. Nicht so der Trainer. "Druck? Super! Dieser Druck ist doch einfach klasse. Ist doch viel besser als der Druck im vergangenen Jahr im Abstiegskampf. Druck braucht man, um über seine Grenze zu gehen", sagt Sasic.