Drittligist 1. FC Kaiserslautern entlässt Trainer Sascha Hildmann

Krisengeplagter 1. FC Kaiserslautern : Trennung von Hildmann ist keine Überraschung mehr

1. FC Kaiserslautern zieht nach Debakel die Reißleine.

Der 1. FC Kaiserslautern ist nach der vollzogenen Trennung von Sascha Hildmann wieder mal auf Trainersuche. Wie der krisengeplagte Fußball-Drittligist am Montag mitteilte, wurde der 47-Jährige mit sofortiger Wirkung freigestellt. Über den Nachfolger machte der Club keine Angaben. Im Gespräch als Interimstrainer ist der bisherige Co-Trainer Alexander Bugera. Auch Hans Werner Moser, Trainer der U21, könnte einspringen.

Neben dem Fehlstart mit nur zwei Siegen aus acht Partien wurde dem gebürtigen Kaiserslauterer Hildmann die 1:6-Blamage beim SV Meppen am Samstag zum Verhängnis. „Er hat den FCK in einer sehr schwierigen Situation übernommen und sich immer in den Dienst des Vereins gestellt“, sagte Sport-Geschäftsführer Martin Bader: „Die aktuelle sportliche Situation und nicht zuletzt die 1:6-Niederlage in Meppen haben jedoch dazu geführt, dass wir nach intensiver Diskussion beschlossen haben, die Zusammenarbeit einvernehmlich zu beenden.“

Unklar ist, wie die Nachfolger-Suche organisiert wird. Denn auch dem in der Kritik stehenden Sportchef Bader droht das Aus. Der Vertrag des 51-Jährigen läuft zum Jahresende aus. Eine Verlängerung des Arbeitspapieres scheint angesichts der jüngsten Entwicklungen immer unwahrscheinlicher. Der Club steht somit erneut vor einem großen Umbruch. Denn auch der Aufsichtsrat gibt weiter ein zerstrittenes Bild ab. Die jährliche Mitgliederversammlung am 20. Oktober könnte einmal mehr zu einer Schlammschlacht geraten, in der das Kontrollgremium abgewählt wird.

Zudem dürfte sich auch Kapitalgeber Flavio Becca bei nun zu treffenden Entscheidungen kaum zurückhalten. In bisherigen Aussagen machte der Bauunternehmer jedenfalls deutlich, im Gegenzug für sein Investment ein entsprechendes Mitspracherecht einzufordern. Weil das Budget der Lauterer so gut wie keinen Spielraum mehr zulässt, wird der Luxemburger dem Verein erneut unter die Arme greifen müssen.

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