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Saarsport-Tribüne: Dreifache Euphorie in der Regionalliga Südwest

Saarsport-Tribüne : Dreifache Euphorie in der Regionalliga Südwest

Der 1. FC Saarbrücken, die SV Elversberg und der FC Homburg wollen in der Liga ganz oben mitmischen. Das verspricht Spannung.

Morgen geht sie wieder los, die Regionalliga Südwest. Für die Fußball-Fans aus dem Saarland sicherlich eine willkommene Ablenkung vom WM-Frust und der Dauerdiskussion um Mesut Özil.

Bei den Anhängern des 1. FC Saarbrücken sind die Tränen nach dem denkbar unglücklichen und für viele auch unverdient verpassten Drittliga-Aufstieg in der Relegation gegen den TSV 1860 München getrocknet. Die Blau-Schwarzen hoffen, dass – anders als nach dem verpassten Aufstieg 2015 gegen Kickers Würzburg – keine Chaos-Saison im sportlichen Niemandsland folgt. Damals hatte das Pech im Elfmeterschießen für so viele Verwerfungen gesorgt, dass der FCS im Jahr darauf Siebter wurde. Auf den glücklosen Fuat Kilic war der noch glücklosere Falko Götz gefolgt, ehe Taifour Diane die Saison zu Ende brachte. Diesmal soll es anders laufen. Trainer Dirk Lottner ist trotz verpasstem Aufstieg geblieben, zum Test gegen Wattenscheid kamen 2700 Zuschauer ins FC-Sportfeld. Eine Euphorie ist spürbar.

2700 Zuschauer kamen auch zur Saisoneröffnung der SV Elversberg gegen den Neu-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern. Die SVE gilt neben Waldhof Mannheim zu den größten Favoriten auf Platz eins und damit den festen Aufstiegsplatz. Zur runderneuerten Mannschaft ist in dieser Woche mit Alban Meha ein Ex-Bundesligaspieler hinzugekommen. Mit dem DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg und einem gelungenen Saisonstart (im Vorjahr null Siege aus den ersten fünf Spielen) soll auch an der Kaiserlinde die Begeisterung entfacht werden.

Der FC Homburg reparierte den Betriebsunfall Abstieg in der Oberliga mit einer fulminanten Ehrenrunde samt historischen 24 Siegen in Serie. Jetzt ist der finanzstarke FCH wieder zurück – und die Fans wie in Elversberg und Saarbrücken heiß auf die neue Runde. Zu den Feierlichkeiten anlässlich des 110-jährigen Vereinsjubiläums kamen Anfang Juli 3500 Zuschauer ins Waldstadion. Trainer Jürgen Luginger will dahin, wo auch die SVE und der FCS erwartet werden: ins obere Drittel, an die Spitze der Liga. Mit einem deutlich größeren Etat rüsteten die Grün-Weißen auf, kauften Talente sowie erfahrene Spieler aus der Regionalliga und 3. Liga, die als Ziel am Horizont steht. Unter den Neuen waren auch Paukenschläge dabei wie zum Beispiel Waldhof Mannheims Vize-Kapitän Daniel Di Gregorio. Sollten zur Winterpause die drei Saar-Clubs auf den ersten Plätzen stehen, der WM-Frust und Özil wären längst vergessen.