| 21:28 Uhr

Regionalliga Südwest
Drei Punkte und ein Einspruch

Der FCS siegte am Dienstagabend bei Eintracht Stadtallendorf mit 3:0 (Halbzeit 1:0) und bleibt damit weiter souverän Tabellenführer.
Der FCS siegte am Dienstagabend bei Eintracht Stadtallendorf mit 3:0 (Halbzeit 1:0) und bleibt damit weiter souverän Tabellenführer. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Regionalligist 1. FC Saarbrücken gewinnt bei Eintracht Stadtallendorf mit 3:0. Von Patric Cordier

Fußball-Regionallist 1. FC Saarbrücken ist nach der 0:1-Niederlage gegen die TuS Koblenz wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Mannschaft von Trainer Dirk Lottner siegte gestern Abend bei Eintracht Stadtallendorf mit 3:0 (Halbzeit 1:0) und bleibt damit weiter souverän Tabellenführer.


Lottner hatte sein Team im Vergleich zum Koblenz-Spiel kräftig durcheinandergewürfelt. Vorne spielte Markus Obernosterer für den verletzten Patrick Schmidt. Im Mittelfeld erhielt Marco Holz den Vorzug vor Fanol Perdedaj. Die Innenverteidigung wurde komplett verändert. Steven Zellner und Oliver Oschkenat mussten auf die Bank, Marlon Krause und Marco Kehl-Gomez spielten – letzterer aber nur bis zur 36. Minute. Da war die Rückkehr von Kehl-Gomez zu Ende – Verdacht auf erneuten Faserriss im linken Oberschenkel.

Saarbrücken reagierte wenig geschockt. Nach einer Ecke der Gastgeber überbrückte der Gast mit drei Stationen das ganze Feld. Die Flanke von Sascha Wenninger drückte Markus Mendler zum 1:0 über die Linie (43. Minute). Nach der Pause legte Saarbrücken nach: Eine Ecke von Mendler verlängerte Holz per Kopf vor das Tor, Jänicke vollendete zum 2:0 (54.). Den Schlusspunkt setzte Krause per Foulelfmeter in der Schlussminute.



Weg vom Fußball- zu einem Nebenkriegsschauplatz, der sich beim FCS derzeit aufgetan hat: Am Montag hatte der Saarländische Fußballverband SFV den FCS wegen des Fehlverhaltens seiner Anhänger beim Saarlandpokal-Viertelfinale beim FC Homburg bestraft (wir berichteten). Gestern hat der Verein nun Widerspruch gegen das Urteil eingelegt. FCS-Geschäftsführer David Fischer sagte: „Das Urteil entspricht in weiten Teilen nicht dem vom DFB vorgegebenen Verzicht auf Kollektivstrafen.“

5000 Euro soll der FCS für das Fehlverhalten zahlen, außerdem erhält der Verein für das Halbfinale beim FSV Jägersburg nur 100 Karten. Fahnen und andere Fanutensilien sind für diese Pokalsaison verboten. Der Bereich der Saarbrücker Fans wird Video-überwacht, Vermummung ist verboten. Hinzu kommen weitere Auflagen für ein mögliches Finale und bei erneutem Fehlverhalten die Androhung des Auschlusses aus dem Wettbewerb. „Teile des Urteils sind sehr schwer umzusetzen“, sagte Fischer. Wann der SFV über den Einspruch des FCS verhandelt, ist nicht bekannt. Das Halbfinale gegen den FSV Jägersburg soll am Mittwoch, 11. April, beim Oberligisten stattfinden.