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Drei Medaillen als WM-Wunsch

Drei Medaillen als WM-Wunsch

Garmisch-Partenkirchen. Zwei WM-Siege in Val d'Isère, drei Mal Olympia-Gold in Vancouver - und jetzt kommen die seit Jahren ersehnten Heim-Weltmeisterschaften. Bei den zweiten Titelkämpfen der Alpinen in Deutschland wollen die Champions Maria Riesch, Viktoria Rebensburg und Kathrin Hölzl mit dem seit Jahren wieder erfolgreichen Team das Publikum begeistern

Garmisch-Partenkirchen. Zwei WM-Siege in Val d'Isère, drei Mal Olympia-Gold in Vancouver - und jetzt kommen die seit Jahren ersehnten Heim-Weltmeisterschaften. Bei den zweiten Titelkämpfen der Alpinen in Deutschland wollen die Champions Maria Riesch, Viktoria Rebensburg und Kathrin Hölzl mit dem seit Jahren wieder erfolgreichen Team das Publikum begeistern. "Eine Heim-WM ist für einen Sportler mit das Größte", sagte Riesch, die sich eine Goldmedaille wünscht.Die Doppel-Olympiasiegerin könnte auf den Pisten, auf denen sie schon als kleines Kind unterwegs war, zum großen Star der Titelkämpfe werden. "Maria kann in jeder Disziplin eine Medaille holen", sagte Riesenslalom-Titelverteidigerin Kathrin Hölzl, die mit WM-Gold in Val d'Isère die Durststrecke der deutschen Alpinen bei Großereignissen beendet hatte. Nach der heutigen Eröffnungsfeier (18 Uhr/ARD) sind wieder Erfolge gefragt. "Eine gewisse Anzahl von Medaillen wird erwartet. Wir haben uns auf drei festgelegt. Angepeilt sind zwei bei den Damen und eine bei den Herren", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier. Die Verantwortlichen im Deutschen Skiverband (DSV) versuchen, den Druck auf die Athleten nicht zu groß werden zu lassen, "denn eine WM ist für Sportler da, und sie sollen eine gewisse Freude haben und nicht nur Druck verspüren".

Nachdem die Olympiasiegerinnen Riesch und Rebensburg den DSV zur alpinen Nummer eins der Winterspiele machten, sind die Deutschen die Gejagten. Vor allem bei den Damen, wo die Amerikanerin Lindsey Vonn nach zwei Titeln 2009 wieder zuschlagen will. Das nächste Duell Riesch gegen Vonn bahnt sich an.

Dagegen steht und fällt bei den Herren nach dem Verletzungs-Aus von Stephan Keppler, der Zweiter beim Super-G in Gröden wurde, wohl wieder alles mit Felix Neureuther. Zwar ist der 26-Jährige im WM-Winter noch ohne Podestplatz, fühlt sich aber gut in Form. Und beim Saison-Finale vor einem Jahr holte er sich auf seinem heimischen Gudiberg den Sieg. Es gebe in der WM-Vorbereitung noch "einiges zu tun", sagte der 26-Jährige nach der Slalom-Generalprobe von Schladming, dann aber sei er für den Wettkampf zu Hause "gut" gerüstet. Der letzte WM-Titel eines DSV-Herren, den Hansjörg Tauscher in der Abfahrt holte, liegt schon 22 Jahre zurück.

Die deutschen Fans sollen ihr Team antreiben - und dürfen internationale Stars bestaunen. Bode Miller (USA) legte zur Vorbereitung extra eine Pause ein, Österreichs Alpin-Herren hoffen nach der Olympia-Pleite auf neue Erfolge unter der Regie des früheren deutschen Goldschmieds Mathias Berthold. Bei den Damen ist mit Anja Pärson (Schweden) immer zu rechnen. dpa