Drei Gegentore und frühe Ansetzung: Gladbachs Favre sauer

Drei Gegentore und frühe Ansetzung: Gladbachs Favre sauer

Mönchengladbach. Erst fuchtelte Lucien Favre wild mit den Armen, dann starrte er fassungslos ins Leere. Der Ausgleich von Lazio Rom 30 Sekunden vor dem Ende eines denkwürdigen Europacup-Abends hatte den Trainer von Borussia Mönchengladbach schwer getroffen

Mönchengladbach. Erst fuchtelte Lucien Favre wild mit den Armen, dann starrte er fassungslos ins Leere. Der Ausgleich von Lazio Rom 30 Sekunden vor dem Ende eines denkwürdigen Europacup-Abends hatte den Trainer von Borussia Mönchengladbach schwer getroffen. "Das war total unnötig", sagte der Schweizer nach dem 3:3 (1:0) seiner Mannschaft in einem packenden Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League: "Jetzt müssen wir in Rom nächsten Donnerstag 1:0 oder 2:1 gewinnen. Ein höheres Ergebnis wird nicht möglich sein." Martin Stranzl (17.) und der eingewechselte Thorben Marx (84.) verwandelten Foulelfmeter, Kunstschütze Juan Arango ließ Gladbach mit seinem sehenswerten Freistoßtor sogar vom Sieg träumen (88.). Zudem verschoss Stranzl einen Elfer (70.). Doch grobe Stellungsfehler bei den Gegentoren durch Sergio Floccari (57.) und Joker Libor Kozak (64./90.+4) brachten Gladbach um den Lohn. Die "Konzentrationsfehler" waren aber nicht das einzige Ärgernis für Favre. Kurz vor Mitternacht blickte er auf die Uhr und stellte ironisch fest: "In 18 Minuten können wir sagen, dass wir schon morgen (Anm. d. Red.: Samstag) in Hamburg spielen." Die Spielansetzung passt ihm nicht: "Ich werde meine Meinung dann in ein paar Tagen oder Wochen sagen", erklärte Favre sichtlich angefressen. sid

Foto: Guettler/dpa