"Dreckiger Arbeitssieg" für Mainz 05

Wiesbaden. Der Fußball kann grausam und ungerecht sein - vor allem für Abstiegskandidaten wie den SV Wehen Wiesbaden. Dem Schlusslicht fehlte am vergangenen Montag beim 0:2 gegen den FSV Mainz 05 im Derby der 2. Bundesliga trotz eines beherzten Auftretens das nötige Quäntchen Glück. Der Aufstiegskandidat von der anderen Rheinseite spielte schwach, hatte aber Fortune

Wiesbaden. Der Fußball kann grausam und ungerecht sein - vor allem für Abstiegskandidaten wie den SV Wehen Wiesbaden. Dem Schlusslicht fehlte am vergangenen Montag beim 0:2 gegen den FSV Mainz 05 im Derby der 2. Bundesliga trotz eines beherzten Auftretens das nötige Quäntchen Glück. Der Aufstiegskandidat von der anderen Rheinseite spielte schwach, hatte aber Fortune. "So kann es nicht weitergehen", sagte denn auch 05-Trainer Jörn Andersen und kündigte seinem Personal nach dem "dreckigen Arbeitssieg" eine Aussprache an. "Solange rechnerisch noch alles möglich ist, geben wir nicht auf", erklärte SV-Trainer Wolfgang Frank. Er hofft auf ein Wunder. Nach der sechsten Pleite in Serie nach Treffern von Elkin Soto (37. Minute) und Srdjan Baljak (90.+1) sowie neun Punkten Rückstand auf den sicheren 15. Tabellenplatz bleiben den frustrierten Seelen in Wehen nur Durchhalteparolen. "Viele haben uns doch schon abgeschrieben. Vielleicht hilft das", sagte Frank, der mit seiner Elf an diesem Freitag im Hessen-Derby beim FSV Frankfurt antreten muss. Schulterklopfer hatten trotz der Niederlage Konjunktur in der mit 11 721 Fans wohl für längere Zeit letztmals ausverkauften Brita-Arena. Den Akteuren ging die Lobhudelei zu weit. "Das mit der guten Leistung kann ich nicht mehr hören. Dafür gibt es keine Punkte", sagte Sascha Amstätter. Der Sturm ist das Problem: 21 Tore in 24 Spielen - das ist Liga-Minuswert. Der letzte Treffer gelang dem SV Wehen Wiesbaden am 13. Februar. Dass Sanibal Orahovac am Montag per Elfmeter an Dimo Wache scheiterte (20.), war vielsagend. dpa

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