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Dopingsünder dürfen auf Olympia hoffen

Dopingsünder dürfen auf Olympia hoffen

Berlin. Claudia Pechstein kann sich Hoffnungen auf ein Olympia-Comeback machen. Der Internationale Sportgerichtshof (Cas) hat gestern die umstrittene Osaka-Regel des IOC für ungültig erklärt und damit den Weg für die sechste Olympia-Teilnahme der Berlinerin frei gemacht. "Ich bin glücklich

Berlin. Claudia Pechstein kann sich Hoffnungen auf ein Olympia-Comeback machen. Der Internationale Sportgerichtshof (Cas) hat gestern die umstrittene Osaka-Regel des IOC für ungültig erklärt und damit den Weg für die sechste Olympia-Teilnahme der Berlinerin frei gemacht. "Ich bin glücklich. Das Urteil konnte nur so fallen, wenn Gerechtigkeit siegt, und in dem Fall hat die Gerechtigkeit endlich mal gesiegt", kommentierte die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin. Auch der deutsche Reiter Christian Ahlmann (Marl), 400-Meter-Olympiasieger LaShawn Merritt und die viermalige Schwimm-Weltmeisterin Jessica Hardy (beide USA) könnten profitieren.Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte 2007 in Osaka beschlossen, Athleten, die des Dopings überführt und mehr als sechs Monate gesperrt wurden, automatisch von den nächsten Olympischen Spielen auszuschließen. Betroffene Athleten hatten mit einer Klage gedroht, weil sie eine Doppel-Bestrafung für rechtswidrig hielten.

Die Cas-Richter entschieden, die Bestimmungen würden gegen die IOC-Statuten verstoßen. "Wir bedauern das Urteil, respektieren es aber. Die Osaka-Regel war dazu gedacht, die Rolle der Olympia-Mannschaften zu stärken und ihre Vorbildwirkung zu erhöhen", kommentierte DOSB-Präsident Thomas Bach. dpa