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Diskussionen um Doping in Bundesliga

Stuttgart. In der Debatte um Doping-Vorwürfe in der Bundesliga macht der renommierte Experte Fritz Sörgel dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) Druck. Nach Ansicht des Mitglieds der Freiburger Untersuchungskommission muss der DFB aktiv zur Aufklärung der Vorgänge in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren beitragen. Agentur

"Es ist ein Volkssport, der wichtigste Sport in Deutschland, und da kann man sich nicht erlauben, dass etwas ungeklärt bleibt", sagte der Nürnberger Pharmakologe gestern. Der DFB hatte zuvor seinen Aufklärungswillen beteuert.

Berichten der Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin zufolge hat in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren Anabolika-Doping beim Bundesligisten VfB Stuttgart "in größerem Umfang" sowie in kleinerem Rahmen beim damaligen Zweitliga-Club SC Freiburg eine Rolle gespielt. Auch der Bund Deutscher Radfahrer ist ins Visier des Gremiums geraten. Die beiden Vereine und auch der Radverband haben sich von Doping-Praktiken klar distanziert.

Ins Visier geraten ist der umstrittene frühere Freiburger Sportmediziner Armin Klümper, bei dem damals auch Spieler des VfB Stuttgart behandelt wurden. Francois Caneri, von 1976 bis 1982 Physiotherapeut in Stuttgart, sagte gestern, bewusstes oder von Vereinsseite gesteuertes Doping habe es beim VfB nicht gegeben. "Das hätte ich gewusst", versicherte Caneri.