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Direkter Wiederaufstieg ist kein Thema

Elversbergs Sportdirektor Roland Seitz (links) und Neu-Trainer Willi Kronhardt fiebern der neuen Saison entgegen. Foto: Lehmann
Elversbergs Sportdirektor Roland Seitz (links) und Neu-Trainer Willi Kronhardt fiebern der neuen Saison entgegen. Foto: Lehmann FOTO: Lehmann
Elversberg. Der neue Trainer Willi Kronhardt wurde gestern der Öffentlichkeit vorgestellt, Neuzugänge gibt es aber weiterhin noch keine. Roland Seitz, der Sportdirektor der SV Elversberg, sieht darin allerdings kein größeres Problem. Heiko Lehmann

"Ich musste keine zwei Minuten überlegen, als mich Roland Seitz fragte, ob ich Trainer der SV Elversberg werden möchte. Ich freue mich unglaublich auf diese sportliche Herausforderung und das Potenzial bei der SVE", sagte Willi Kronhardt, der neue Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Elversberg, der gestern der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der 45-jährige Fußballlehrer mit kasachischen Wurzeln soll ein ruhiger Vertreter an der Außenlinie sein. "Ich bin sehr lebendig und nehme auch kein Blatt vor den Mund. Aber ich bin keiner, der ständig von außen das Spiel korrigiert und rumschreit", sagte Kronhardt, der in Sachen Saisonziel schon mal eine Tendenz erkennen ließ: "Der gesamte Verein SV Elversberg hat das Potenzial für die 3. Fußball-Liga, und da wollen wir irgendwann wieder hin. Genau dieses "Irgendwann" wollen wir einschränken."

Kronhardt und Seitz arbeiten derzeit an der Zusammensetzung des neuen Aufgebotes, das 20 Feldspieler und zwei Torhüter beinhalten soll und am 23. Juni mit der Vorbereitung beginnt. Mit den Torhütern Morten Jensen (wohl die neue Nummer eins) und Daniel Kläs, den Außenverteidigern Chris Wolf und Marc Groß, Innenverteidiger Timo Wenzel und den Mittelfeldspielern Salif Cissé, Ricky Pinheiro, Dominik Rohracker und Nico Zimmermann umfasst das Aufgebot derzeit neun Spieler, gestern kam mit dem defensiven Mittelfeldspieler Jeremy Karikari (VfL Osnabrück, 26) der zehnte hinzu. Der derzeit am Kreuzband verletzte Alexander Schmieden soll auch bleiben. Frederick Kyereh gehört wieder zum Oberliga-Team der SVE. Alle anderen Spieler aus der vergangenen Saison haben den Verein verlassen.

Neuzugänge gibt es noch keine, die Nervosität bei den Fans ist daher greifbar. "Wir mussten zwar unseren Etat im Vergleich zur Drittliga-Saison abspecken, aber wir werden eine richtig gute Mannschaft haben. Vielleicht reicht es nicht, um ganz vorne mitzuspielen, aber wir werden gut sein", sagte Sportdirektor Seitz. Und wann steht das Aufgebot? "Ob wir zum Trainingsauftakt 13, 15 oder 18 Spieler haben, wissen wir nicht. Viele Spieler spekulieren noch auf ein Engagement in der 3. Liga, das ist völlig normal. Es geht eben ums Geld", sagte Seitz: "Ich kann die Fans verstehen, aber vielleicht werden sie später auch zufrieden damit sein, dass wir uns so lange Zeit gelassen haben." Während Sven Seitz, Sohn des Sportdirektors, nach Aussage des Vaters nie als Neuzugang zur Debatte stand, ist Matthias Cuntz vom Ligakonkurrenten Eintracht Trier ein heißer Kandidat. "Matze ist umworben von Drittligisten, wir hätten ihn aber auch gerne", sagte Seitz.

Der Neubeginn startet übrigens mit einer taktischen Ausrichtung, zu der Kronhardt sagt: "Wir wollen guten Fußball spielen, so dass die Fans merken: Da passiert was. Dazu gehört viel taktisches und körperliches Training. Es wird Einheiten geben, nach denen die Jungs kotzen."