| 21:13 Uhr

Olympische Winterspiele in Südkorea
„Diesel“ Pechstein liegt voll im Plan

Pyeongchang. 45-jährige Eisschnelllauf-Legende ist mit ihrem Rennen über 3000 Meter zufrieden.

Claudia Pechstein streifte die gold-schwarzen Schlittschuhe über und läutete den Countdown ihrer Medaillen-Mission ein. Keine 15 Stunden nach ihrem Rekord-Wettkampf bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, stand Pechstein am Sonntagmittag wieder auf dem Eis im Olympic Oval und drehte emsig ihre Trainingsrunden.



Eine Ruhepause für die fünfmalige Olympiasiegerin nach dem gelungenen 3000-Meter-Rennen am Samstag? Stand für Pechstein nicht zur Debatte. Der Olympia-Auftakt war für die 45-Jährige nicht mehr als ein „sehr guter Trainingslauf“ gewesen. Ihre große Stunde soll am Freitag schlagen. Dann geht es für Pechstein, die als erste Athletin zum siebten Mal bei Winterspielen startet, in ihrer Spezialdisziplin 5000 Meter um Edelmetall. „Ich will eine Medaille gewinnen“, sagte Pechstein am späten Samstagabend. Sie wirkte erschöpft und müde nach dem Rennen, das sie in einer achtbaren Zeit von 4:04,49 Minuten auf dem neunten Platz beendet hatte.

Ob Gold, Silber oder Bronze – die Farbe der Medaille ist ihr letztlich egal. Der Sprung auf das Podest allein wäre in der unvergleichlichen Karriere Pechsteins ein weiterer Meilenstein. Unwahrscheinlich ist ein Erfolg nicht. Sogar eine alte Rivalin traut Pechstein den großen Wurf zu. „Claudia ist dafür bekannt, dass sie gleichmäßig durchläuft. Wenn sie wie ein Diesel Geschwindigkeit aufgenommen hat, kann sie das durchziehen“, sagte die dreimalige Olympiasiegerin Anni Friesinger-Postma: „Claudia hat vom ganzen Starterfeld die meisten 5000-Meter-Läufe in den Beinen.“