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Diese Doppel-Pleite schmerzt

Diese Doppel-Pleite schmerzt

Saarbrücken. Der Siegeszug der Tischtennis-Profis des 1. FC Saarbrücken ist am Wochenende vorerst zum Stehen gekommen. Im Viertelfinal-Rückspiel des ETTU-Pokals am Freitagabend in Paris musste sich das Team um den frischgebackenen deutschen Meister Bastian Steger dem SC Levallois aus der französischen Metropole mit 2:3 geschlagen geben

Saarbrücken. Der Siegeszug der Tischtennis-Profis des 1. FC Saarbrücken ist am Wochenende vorerst zum Stehen gekommen. Im Viertelfinal-Rückspiel des ETTU-Pokals am Freitagabend in Paris musste sich das Team um den frischgebackenen deutschen Meister Bastian Steger dem SC Levallois aus der französischen Metropole mit 2:3 geschlagen geben. Obwohl die Saarländer das Hinspiel zu Hause mit dem gleichen Ergebnis für sich entschieden hatten, zogen die Franzosen aufgrund des besseren Satzverhältnisses (22:18) ins Halbfinale ein. "Das Lehrgeld müssen wir halt bezahlen", zeigte sich FCS-Sprecher Klaus Bastian trotzdem nicht unzufrieden mit dem Auftritt gegen die favorisierten Franzosen.Auch auf dem nationalen Parkett der Bundesliga, wo gestern Liebherr Ochsenhausen in der Saarbrücker Joachim-Deckarm-Halle zu Gast war, musste der FCS eine 2:3-Niederlage schlucken. Der Kampf der beiden direkten Konkurrenten um Tabellenplatz zwei, der zur Wahl des Heimrechts in den Playoff-Halbfinals berechtigt, ist damit wieder offen. Der um zwei Pluspunkte bessere FCS steht noch vorne, hat aber nur noch eine Partie beim abstiegsgefährdeten TSV Gräfeling zu absolvieren. Ochsenhausen, derzeit auf Platz drei, hat noch zwei Spiele vor der Brust, kann also nach Punkten gleichziehen. In diesem Fall würde das Satzverhältnis entscheiden.

Vielleicht wäre alles anders gelaufen, hätte sich der zuletzt formstarke FCS-Spieler Joao Monteiro nicht aufgrund einer Erkältung für das Wochenende abmelden müssen. Für den Portugiesen kam der erst 19-jährige Serbe Bojan Crepulja zum Einsatz, von dem auf diesem Spitzenniveau freilich noch keine Erfolge zu erwarten waren. "Der Ausfall Monteiros war das Entscheidende. Bojan hat sich bemüht und ordentlich gespielt, aber dieses Niveau kommt für ihn noch zu früh", kommentierte FCS-Trainer Mathias Landfried die Auftritte des jungen Crepulja.

So verlor das Talent am Freitag in Paris gegen Emmanuel Lebesson mit 0:3, nachdem sich zuvor Bastian Steger Igor Rubtsov mit 1:3 geschlagen geben musste. Da aber Bojan Tokic den Topmann der Gastgeber, Chuang Chih-Yuan, überraschend mit 3:1 bezwang und auch Steger ihn mit 3:2 besiegte, kam es wie im Hinspiel zum Schlusseinzel zwischen Tokic und Rubtsov, wobei der Serbe auf Saarbrücker Seite beim 0:3 deutlich den Kürzeren zog. "Man muss neidlos anerkennen, dass Rubtsov riesig gespielt hat", sagte FCS-Trainer Mathias Landfried.

Auch gegen Ochsenhausen war die Chance zum Sieg da. Steger gewann seine Einzel gegen Marcos Freitas (3:2) und Tiago Apolonia (3:1), doch Bojan Tokic patzte beim 2:3 gegen Apoloni. Dass Crepulja klar gegen Seiya Kishikawa (1:3) verlieren würde, war abzusehen. Auch das Doppel des FCS war am Ende chancenlos.

Hintergrund

Im ETTU-Pokal sind im Viertelfinale neben dem 1. FC Saarbrücken auch die beiden anderen Tischtennis-Bundesligisten Werder Bremen und TTC Zugbrücke Grenzau ausgeschieden. Bremen siegte bei Pontoise Cergy mit 3:1, konnte aber das 0:3 aus dem Hinspiel nicht mehr wettmachen. Grenzau verlor nach dem Hinspiel (2:3) auch das Rückspiel gegen Chartres ASTT mit 0:3. In der Champions League musste Ochsenhausen im Viertelfinale Fakel Orenburg geschlagen geben (0:3, 1:3), dafür hat Rekordmeister Borussia Düsseldorf den Sprung ins Halbfinale geschafft - dank zweier Siege gegen UMMC Jekaterinburg (3:2, 3:1). rti