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Die weltbesten Rad-Junioren kommen zur Trofeo Karlsberg

Gersheim. 422 Kilometer an vier Tagen. Das ist das Pensum, das die weltbesten Rad-Junioren vom 11. bis 14. Juni bei der 22. Auflage der Trofeo Karlsberg zu absolvieren haben. "Hart und selektiv", nannte Olympia-Sieger und Weltmeister Andreas Walzer diese "Ochsentour" gestern bei der Vorstellung in Gersheim Von SZ-Redakteur Klaus Kalsch

Gersheim. 422 Kilometer an vier Tagen. Das ist das Pensum, das die weltbesten Rad-Junioren vom 11. bis 14. Juni bei der 22. Auflage der Trofeo Karlsberg zu absolvieren haben. "Hart und selektiv", nannte Olympia-Sieger und Weltmeister Andreas Walzer diese "Ochsentour" gestern bei der Vorstellung in Gersheim. Gerade recht für ein Radrennen der höchsten Kategorie, denn dazu gehört die Trofeo seit dem vergangenen Jahr. Als einziges Junioren-Rennen in Deutschland geht sie in die Wertung des Nations-Cups ein. "Das ist für uns Garantie, dass auch wirklich die Besten kommen", freut sich auch der Gersheimer Bürgermeister Lothar Kruft über die Aufwertung der Traditions-Veranstaltung. Kruft hat das Programm gestern zum letzten Mal als Bürgermeister präsentiert, weil er zum Jahresende in den Ruhestand geht: "Doch der Trofeo werde ich die Treue halten, weil wir ihr hier im Bliesgau sehr viel zu verdanken haben."


20 Sechser-Mannschaften aus der ganzen Welt - von Belgien bis Weißrussland - sind an den Tagen nach Fronleichnam bei vier Einzel-Etappen und einem Zeitfahren durch den Saar-Pfalz-Kreis und den Warndt im Kampf um das Gelbe Trikot unterwegs. Der Bund Deutscher Radfahrer stellt zwei Mannschaften. Leider ist in diesem Jahr kein Saarländer dabei. Im vergangenen Jahr waren Michael Hümbert und Robin Jose vom RSC Überherrn im deutschen Nationaltrikot in der Heimat unterwegs, erfüllten aber - wie beide deutschen Teams - nicht ganz die Erwartungen ihres Trainers Patrik Moster. Fehlen wird in diesem Jahr auch eine Mannschaft des Saarländischen Radfahrerbundes (SRB), weil das die Regularien eines UCI-Rennens nicht zulassen. "Außerdem", bedauert SRB-Präsident Peter Koch, "hätten wir wohl auch nicht das Fahrer-Potenzial, um eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen."

Vier der fünf Etappen bei der Trofeo führen durch den Bliesgau mit seinen teilweise knackigen Anstiegen. Nicht im Programm ist diesmal die Landeshauptstadt Saarbrücken. Im Strecken-Profil geblieben ist die Warndt-Etappe von Völklingen nach Großrosseln mit einer steilen Zielankunft am 12. Juni. Weiterer Höhepunkt ist am 13. Juni das 11,7 Kilometer lange Zeitfahren von Böckweiler nach Altheim.