Die TG Saar ist auf Kurs

Die TG Saar ist auf Kurs

Dillingen. Eugen Spiridonov hat Wort gehalten: Der Frontmann der TG Saar gab im Heimkampf gegen NTT Hannover Vollgas und ließ den großen Traum vom Finalturnier der Kunstturn-Bundesliga am 27. November in Berlin greifbarer werden

Dillingen. Eugen Spiridonov hat Wort gehalten: Der Frontmann der TG Saar gab im Heimkampf gegen NTT Hannover Vollgas und ließ den großen Traum vom Finalturnier der Kunstturn-Bundesliga am 27. November in Berlin greifbarer werden. Nur eine Woche nach seiner Bronzemedaille mit der deutschen Mannschaft bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam schonte sich der 28 Jahre alte Saarbrücker in der Kreissporthalle Dillingen keine Sekunde und steuerte zum 47:19-Überraschungssieg gegen die favorisierten Niedersachsen 19 Punkte bei. Für seine Top-Leistung durfte er sich später das Trikot des besten Punktesammlers überstreifen.

Davor nahm sich der Leitwolf allerdings viel Zeit, seine Teamkollegen abzuklatschen und den rund 200 Zuschauern freundlich zuzuwinken. "Wir haben fünf von sechs Geräten gewonnen und einen super Wettkampf geturnt. Das war ein großer Schritt in Richtung kleines Finale", freute sich Spiridonov über den Sprung auf den dritten Tabellenplatz.

Den Grundstein des Erfolgs legte die TG Saar bereits am Boden, wo sie gegen das an diesem Abend häufig patzende Gäste-Team mit 13:0 Punkten klar dominierte. Die ersten drei Punkte holte Waldemar Eichorn, die letzten drei Zähler heimste Tobias Matzke ein. "Am Boden habe ich mir etwas ausgerechnet. Der Punkt am Pauschenpferd kam unerwartet", stellte der erst 16-Jährige nach seinem zweiten Einsatz zufrieden fest.

Und weil Spiridonov hier fünf und der usbekische WM-Teilnehmer Anton Fokin drei Zähler gewannen, ging das "Angstgerät" mit 10:4 ebenfalls an die Saarländer. Mit einer echten Kraft-Nummer und zwei Punkten zeigte Maximilian Rupp danach an den Ringen, dass er seine Wirbelsäulen-Verletzung endlich auskuriert hat. "Dass wir zur Pause so deutlich führen, hätte ich nie erwartet", kommentierte Rupp den 29:8-Zwischenstand.

Weiter ging es beim Sprung, und hier feierte TG-Neuzugang Oleksander Suprun mit drei Punkten einen Einstand nach Maß. "Ein leichte Unsicherheit bei der Landung, aber sonst okay", meinte der ukrainische Nationalturner, der in den letzten Wettkämpfen gegen Straubenhardt (Samstag, 18 Uhr, Kreissporthalle Dillingen) und in Stuttgart das Ausländer-Startrecht ausüben wird. Für Anton Fokin, der gegen Hannover 13 Punkte holte und sich nun in seiner Heimat auf die Asien-Spiele vorbereiten wird.

Vom Endkampf in Berlin will TG-Trainer Viktor Schweizer noch nicht reden, doch die Leistung gegen Hannover beeindruckte ihn. Der 5:2-Sieg am Reck, dem Parade-Gerät der Gäste, war eine kleine Sensation. "Wir müssen auf dem Boden bleiben", meinte Schweizer. Doch Eugen Spiridonov fügte gut gelaunt hinzu: "Wir sind auf Final-Kurs."

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