Die SV Elversberg will in die 2. Liga

Elversberg · Stadionumbau, Nachwuchsleistungs- und Trainingszentrum, Geschäftsstelle: Bei Fußball-Regionalligist SV Elversberg hat sich viel getan. Nur der Abschluss des Mietvertrages mit dem 1. FC Saarbrücken steht aus.

 Dominik Holzer, Präsident des Fußball-Regionalligisten SV Elversberg, sagt: „Wir spielen eine hervorragende Saison.“ Foto: Schlichter

Dominik Holzer, Präsident des Fußball-Regionalligisten SV Elversberg, sagt: „Wir spielen eine hervorragende Saison.“ Foto: Schlichter

Foto: Schlichter

In der Saison 2012/2013 hatte die SV Elversberg in der Fußball-Regionalliga Südwest nach 19 Spielen 41 Punkte. Es folgte der Drittliga-Aufstieg - und gleich wieder der Abstieg. In der laufenden Regionalliga-Saison hat die SVE zur Winterpause nach 19 Spielen 42 Punkte. "Im Prinzip haben wir es in drei Jahren nur geschafft, einen Punkt mehr zu haben", sagt Präsident Dominik Holzer mit einem Augenzwinkern. Denn in diesen drei Jahren hat sich der Verein gewandelt.

Das Stadion wird ausgebaut. Das Nachwuchsleistungszentrum ist vom Deutschen Fußball-Bund anerkannt. Die Profi-Mannschaft tingelt nicht mehr mit dem Bus permanent zu einem anderen Sportplatz, um trainieren zu können. Seit September ist im französischen Großblittersdorf das Trainingszentrum in Betrieb. Die Geschäftsstelle wurde vom Unternehmenssitz des Hauptsponsors in Bübingen nach Elversberg umgesiedelt. "Dort kümmern sich zwölf Mitarbeiter nur um die SVE", sagt Holzer.

Mit Roland Seitz verpflichtete die SV Elversberg 2014 einen Sportvorstand. Ebenfalls 2014 kam Marc Strauß als Vorstand Verwaltung und Vereinsentwicklung — und in diesem Jahr David Strauß als Vorstand Marketing und Vertrieb . "Vor allem bei Marc und David war es nicht einfach, sie zu engagieren. Beide waren in Führungspositionen von Wirtschaftsunternehmen. Allerdings wollen beide, dass sich im Saar-Fußball etwas bewegt - und gehen deshalb unseren Weg mit", erklärt Holzer.

Stadionumbau ist "im Plan"

Beim Stadionumbau scheint es zu stocken. "Es kann so aussehen, dass es zäh voran geht, doch wir sind im Plan und haushalten bewusst mit unseren finanziellen Mitteln. Der neue Rasen samt Heizung ist verlegt, die Haupttribüne wollen wir bis März fertigbekommen. Wie schnell der Umbau der Heimtribüne vorangeht, kann ich noch nicht sagen. Das Dach wird wohl erst im Sommer kommen", sagt Holzer, der zum Bau von etwa 400 Parkplätzen neben dem Stadion erklärt: "Wir werden das Waldstück kaufen und die Parkplätze so schnell es geht bauen. Sollten wir den Aufstieg in die 3. Liga schaffen, werden wir auch den Umbau der alten Haupttribüne inklusive Kabinentrakt forcieren."

Weil das Saarbrücker Ludwigspark-Stadion umgebaut wird, will der 1. FC Saarbrücken in der Übergangszeit in Elversberg spielen. Gespräche laufen seit langer Zeit. Einen Vertragsabschluss gibt's noch nicht, obwohl der FCS das Ludwigspark-Stadion in der Rückrunde nicht mehr nutzen kann. Woran liegt das? "Die SV Elversberg muss pro Jahr eine Stadionmiete (nach SZ-Informationen zwischen 300 000 und 450 000 Euro, Anmerkung der Redaktion) an die Stadiongesellschaft der Ursapharm-Arena bezahlen. Diesen Betrag muss auch der 1. FC Saarbrücken bezahlen. Die Entscheidung liegt beim FCS. Sicherlich würden wir davon profitieren, wenn er bei uns spielt, aber wir sind nicht darauf angewiesen", sagt Holzer.

Bleibt die Frage nach der Zufriedenheit mit dem sportlichen Abschneiden. "Wir spielen eine hervorragende Saison, doch auch auf dem Platz gibt es noch einiges zu verbessern. Dass Eintracht Trier und Waldhof Mannheim vor uns in der Tabelle stehen, liegt nicht daran, dass wir etwas falsch machen, sondern eher daran, dass sie eine unglaubliche Saison spielen", lobt Holzer. Wird es bei dem Dreikampf bis Saisonende bleiben? "Wenn alle drei Mannschaften nach dem Winter so weiter spielen, wird es für alle anderen schwer, da noch einmal heranzukommen."

Wird die SVE-Mannschaft im Winter verstärkt? In den vergangenen beiden Spielzeiten floppten alle Wintertransfers und verließen die SVE ein halbes Jahr später wieder. "Wir schauen in jeder Wechselperiode, ob wir uns verstärken können. Letztlich haben Roland Seitz und Trainer Michael Wiesinger ein Budget, um neue Spieler zu holen. Wenn wir uns von Spielern in der Winterpause trennen, ist Geld da, um neue zu holen", sagt der 33-Jährige, der die 3. Liga als kurzfristiges Ziel ansieht: "Langfristig hast du nur die Chance, richtig zu wachsen, wenn du in der 2. Bundesliga spielst. Wir sind dabei, das ganze Drumherum und die Strukturen so herzurichten, dass wir in diesem Bereich in der 2. Liga mithalten können. Und dann wollen wir es auch sportlich schaffen."