Die SGH St. Ingbert ist die Mannschaft der Stunde in der Handball-Saarlandliga

Handball-Saarlandliga : Handball ohne Harz in St. Ingbert

Die SGH St. Ingbert ist die Mannschaft der Stunde in der Handball-Saarlandliga. Gegen den Vize-Meister aus Saarbrücken möchte sie ihre Siegesserie ausbauen – ein Faktor könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Keine andere Mannschaft der Handball-Saarlandliga hält eine längere Siegesserie als die SGH St. Ingbert. Der Tabellendritte konnte seine vergangenen sechs Spiele gewinnen. Geht es nach dem Spielmacher, soll sich das auch am zehnten Spieltag nur insofern ändern, dass aus der sechs eine sieben wird. „Wir sind richtig gut drauf und hoffen auf einen Sieg“, sagt Philip Forster. Herausforderer am Samstag um 19 Uhr ist die fünftplatzierte HSG TVA/ATSV Saarbrücken. Die war in ihren Auswärtsspielen bisher nur Punktelieferant. Doch speziell gegen die SGH St. Ingbert ist der Vorjahres-Vize regelmäßig besonders motiviert.

Beide Mannschaften verbindet eine gewisse Rivalität. Die stammt von vor einigen Jahren, als sie in der Verbandsliga um den Aufstieg kämpften. Den Aufstieg in Saarlands höchste Spielklasse schafften letztlich beide. Aber seither erfreuen sich die Duelle immer besonderer Brisanz. Spätestens seit der Vorjahres-Auflage und der „freudigen“ Diskussion um das Thema Haftmittelerlaubnis – Saarbrücken pochte auf das Hallenverzeichnis, in der ein Verbot vermerkt war, die Gastgeber legten vor Ort eine Erlaubnis vor – ist die alte Liebe wieder entflammt. Die Frage, mit welcher Intention die Gäste anreisen, erübrigt sich. „Saarbrücken hat immer heiße Fans, von denen sie immer einen Haufen mitbringen“, ist sich Forster sicher. Was sich so bestätigen lässt. Aus Saarbrücker Kreisen ist bereits zu hören, dass sie ihre Anhänger am mobilisieren sind. „Da ist immer noch mehr los in der Halle als bei anderen Spielen. Die Stimmung wird richtig gut sein. Und das ist immer noch mehr Ansporn.“

Im Unterschied zu den vergangenen Jahren darf dieses Mal in der Ingobertushalle nicht geharzt werden. Zur Erinnerung: Die letzten drei Duelle ohne „Peke“, allesamt in der Saarbrücker Rastbachtalhalle, gewann die HSG. „Das wird ein umkämpftes Spiel. Normal hat Saarbrücken einen Tick Vorteil mit dem Harzverbot. Aber da wir seit Anfang der Saison ohne Harz spielen, ist der Vorteil wohl nicht mehr ganz so groß“, glaubt der St. Ingberter Spielmacher und hofft auf eine Fortführung der Serie durch die eigenen Stärken. Die bekamen zuletzt die HG Saarlouis 2 (32:22) und der TuS Brotdorf (37:17) zu spüren. „Wir haben in den letzten Spielen sehr wenige Gegentore bekommen. Es ist so, dass wir in der Abwehr, gerade im Mittelblock und auf den Halb-Positionen, gut stehen. Dadurch wird es automatisch für den Torhüter leichter. Das passt bei uns aktuell.“ Saarbrücken schlage üblicherweise ein „brutales Tempo“ an. „Und bei uns wollen sie das genau so durchziehen“, vermutet Forster, der genau das verhindern will. „Wir werden aus einer stabilen Abwehr heraus spielen. Wenn wir sie im aufgebauten Angriff haben, sehe ich leichte Vorteile für uns.“

Ligaprimus TV Homburg möchte seinen Zwei-Punkte-Vorsprung auf die SGH St. Ingbert gegen die HG Saarlouis 2 (10. Platz) verteidigen. Die Chance dazu hat er am Samstag um 18.30 Uhr in der Sporthalle der Robert-Bosch-Grundschule in Homburg.

Eine halbe Stunde früher erwartet der TV Niederwürzbach (9.) die HSG Fraulautern-Überherrn (7.) in der Würzbachhalle.

Abgeschlossen wird der 10. Spieltag der Handball-Saarlandliga durch den rote Laternen-Träger SG Ommersheim/Aßweiler, der in der einzigen Sonntags-Begegnung um 16 Uhr die zweite Mannschaft des SV 64 Zweibrücken (11.) in der Wallerfeldhalle in St. Ingbert begrüßen darf.

tv-homburg.de

Mehr von Saarbrücker Zeitung