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Die Rückkehr der Nummer neunTrainer glaubt fest an den Einzug ins Halbfinale

Die Rückkehr der Nummer neunTrainer glaubt fest an den Einzug ins Halbfinale

Saarlouis. War das die Nummer neun? Da, auf dem Trikot der Saarlouis Royals. Oder war es nur Einbildung? Nein! Es ist die Nummer neun, die Lina Schiffer trägt. Die Lina Schiffer, die die bisherige Saison zum Zuschauen verdammt war - wegen einer Entzündung im rechten Fuß. Seit vergangenen Sonntag ist sie zurück

Saarlouis. War das die Nummer neun? Da, auf dem Trikot der Saarlouis Royals. Oder war es nur Einbildung? Nein! Es ist die Nummer neun, die Lina Schiffer trägt. Die Lina Schiffer, die die bisherige Saison zum Zuschauen verdammt war - wegen einer Entzündung im rechten Fuß. Seit vergangenen Sonntag ist sie zurück. Beim zweiten Viertelfinale gegen den BC Wolfenbüttel (53:58) bekam die Basketballspielerin ihre erste Chance in dieser Spielzeit. Jetzt wartet sie auf die zweite.Heute könnte und dürfte es soweit sein. Beim entscheidenden dritten Viertelfinale am Abend (20 Uhr) in der Saarlouiser Stadtgartenhalle wird Lina Schiffer wieder spielbereit auf der Bank sitzen. "Dass ich letzten Sonntag spielen würde, davon bin ich vorher gar nicht ausgegangen", erklärt die Basketballspielerin: "Wir wussten alle, dass es ein knappes Spiel werden würde. Also war ich schon sehr überrascht, als der Trainer mich plötzlich reingeschickt hat." Nachdem Stina Barnert nach drei Fouls im ersten Viertel eine Pause erhielt, suchte Trainer René Spandauw nach einer Spielerin, die ihre Lücke füllen konnte. Doch die eingespielten Optionen schienen kopflos - also gab Spandauw Lina Schiffer ihren ersten Einsatz.

"Sie hat mich positiv überrascht", zeigte sich der Saarlouiser Trainer hinterher zufrieden: "Lina hat im Spiel viel Verantwortung übernommen." Tatsächlich hat sie ihre Mitspielerinnen dirigiert und die Verteidigung formiert. "Auch wenn das Ergebnis meinen Einsatz ein bisschen getrübt hat, mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht. Obwohl schon noch eine gewisse Unsicherheit da war. Ich musste viel mehr nachdenken und konnte weniger aus der Intuition heraus handeln", beschreibt der Teamkapitän.

Probleme mit ihrem Fuß hatte Lina Schiffer nicht, und dementsprechend hofft sie auf einen Einsatz in dem so wichtigen Spiel heute Abend. "So wie es aussieht, soll ich dabei sein", sagt Schiffer, "ob ich dann spielen werde, müssen wir abwarten. Wolfenbüttel hat jetzt raus, wie sie gegen uns verteidigen müssen", sagt Schiffer, "deswegen müssen wir schnell spielen, damit sie ihre Verteidigung nicht aufbauen können. Wir haben am Sonntag gesehen, dass es schiefgehen kann. Jetzt müssen wir uns reinhängen, aber wir sind sehr motiviert. Die Chance zu gewinnen, besteht auf jeden Fall." Vielleicht auch wieder mit Hilfe der Nummer neun der Saarlouis Royals.Saarlouis. "Wir haben besser und organisierter verteidigt, hatten einige Schnellangriffe, disziplinierte Angriffe, bessere Würfe und bessere Rebound-Positionen", fasst René Spandauw, Trainer der Saarlouis Royals, die zweite Hälfte des zweiten Viertelfinals gegen den BC Wolfenbüttel (53:58) zusammen. "Wenn wir diese Einstellung über 40 Minuten zeigen, werden wir gar keine Probleme haben. Konditionell sind wir besser als Wolfenbüttel."

Heute Abend um 20 Uhr haben die Basketballerinnen die letzte Chance, mit einem Heimsieg gegen die Wildcats aus Wolfenbüttel in das Playoff-Halbfinale der Basketball- Bundesliga einzuziehen. Spandauw warnt jedoch: "In den bisherigen vier Spielen gegen Wolfenbüttel in dieser Saison war es eng." Drei Mal unterlag Saarlouis (72:87, 70:78, 53:58), nur einmal konnte der deutsche Meister einen Sieg erkämpfen (71:60). Gewinnen die Royals heute Abend, geht es bereits an diesem Sonntag mit dem Halbfinale weiter. Der Gegner wird ebenfalls erst heute ermittelt - in der Partie des TSV Wasserburg gegen New Basket Oberhausen. Gegen Wasserburg müsste Saarlouis auswärts antreten, gegen Oberhausen hätten das Team Heimrecht. cjo

"Lina hat

im Spiel viel Verantwortung übernommen."

René Spandauw, Trainer der

Saarlouis Royals