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Die Royals suchen die Vorentscheidung in Wasserburg

Die Royals suchen die Vorentscheidung in Wasserburg

Saarlouis. Eine Finalserie um eine deutsche Meisterschaft wird auch im Kopf entschieden. Diese Erkenntnis ist nicht neu, und doch haben die Basketballerinnen der Saarlouis Royals die Bedeutung dieser Worte erst in dieser Woche wirklich realisiert

Saarlouis. Eine Finalserie um eine deutsche Meisterschaft wird auch im Kopf entschieden. Diese Erkenntnis ist nicht neu, und doch haben die Basketballerinnen der Saarlouis Royals die Bedeutung dieser Worte erst in dieser Woche wirklich realisiert. Denn aus psychologischer Sicht ist ihnen das Schlimmste passiert, was geschehen konnte: Nach einem grandiosen Auswärtssieg beim Titelverteidiger konnten sie den Vorteil nicht nutzen und unterlagen in Spiel zwei zu Hause sehr deutlich mit 22 Punkten Differenz.

"In dieser Woche waren wir alle gefordert - vor allem mental", fasst Trainer Ren&; Spandauw (Foto: SZ) die Trainingswoche zusammen. "Es ist ja nicht so, dass wir das Basketballspielen verlernt haben oder wir mit Wasserburg plötzlich nicht mehr mithalten können. Es gab Gründe für die Niederlage - aber keine, die der Mannschaft ihre Fähigkeiten absprechen."

Spandauw hat das 69:91 vom Sonntag per Videostudium genau analysiert und kam zu wichtigen Erkenntnissen: "Es gab 41 strittige Entscheidungen gegen uns, also etwa jede Minute eine. Unser einziger Fehler war, dass wir uns davon haben beeinflussen lassen. Wasserburg war nicht stärker als in Spiel eins - aber wir haben sie stärker gemacht."

Mit diesem Wissen geht es für die Royals am Samstag (14.30 Uhr) erneut nach Wasserburg zu Spiel drei der "best of five"-Serie. Dort wird noch nicht die Entscheidung fallen - aber die Partie wird zeigen, ob die Royals wirklich reif genug für den Titel sind. Dann nämlich, wenn sie Spiel zwei aus den Köpfen verbannen und ein ähnliches Husarenstück wie zu Beginn der Serie abliefern können. Bei diesem Vorhaben wird jedoch weiter Lina Schiffer fehlen, die nach ihrer Knie-Operation noch nicht ins Mannschaftstraining einsteigen konnte. Spandauw ist trotzdem optimistisch: "Die Mannschaft kann wieder dort gewinnen. Sie hat es oft genug bewiesen. Sie muss nur fokussiert bleiben." spr