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Die Realität heißt Abstiegskampf

Die Realität heißt Abstiegskampf

Homburg. Rein physikalisch gesehen wird die Luft dünner, je höher man steigt. Dass dies aber auch eintreffen kann, wenn man in die Tiefe fällt, erleben die Saar-Pfalz Braves. Der Basketball-Zweitligist hat seit dem vergangenen Wochenende nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den einzigen Abstiegsplatz, der von der BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen belegt wird

Homburg. Rein physikalisch gesehen wird die Luft dünner, je höher man steigt. Dass dies aber auch eintreffen kann, wenn man in die Tiefe fällt, erleben die Saar-Pfalz Braves. Der Basketball-Zweitligist hat seit dem vergangenen Wochenende nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den einzigen Abstiegsplatz, der von der BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen belegt wird. Umso wichtiger wäre für den Tabellenvorletzten ein Erfolg an diesem Samstag ab 19 Uhr im Sportzentrum Homburg-Erbach gegen den Tabellenzwölften Erdgas Ehingen/Urspringschule. "An unserer Situation hat sich nichts geändert. Wir müssen unsere noch ausstehenden drei Heimspiele gewinnen", sagt Trainer Marco Amelow trotz der heiklen Lage sechs Spieltage vor Saisonende relativ entspannt.Entspannt zurücklegen konnten sich die Verantwortlichen der Braves zuletzt vor Saisonbeginn, hatte man doch beim Zusammenstellen des Kaders scheinbar ganze Arbeit geleistet. Die Mannschaft um den neuen Anführer Lee Jeka, der von den Baskets Würzburg kam, wurde von vielen Experten als sicherer Playoff-Kandidat und Aufstiegs-Aspirant gehandelt. "Mein Ziel war es, auf jeden Fall unter die Top fünf zu kommen. Als wir dann zusammen trainiert hatten, war ich mir auch sicher, dass wir das schaffen", blickt Kosta Karamatskos auf den Rundenauftakt zurück. Der 26-Jährige kam im Sommer vom Erstligisten TBB Trier und musste nach einiger Zeit feststellen, dass seine Vorstellungen nicht der Realität entsprachen. "Wir haben in den ersten Wochen ein paar Spiele mit Pech verloren, aber die Chemie in der Mannschaft hat einfach nicht gestimmt. Dann gingen Spieler, andere kamen, der Trainer wurde gewechselt - vielleicht wollte man es zu sehr erzwingen", spekuliert Karamatskos über die Ursachen des Absturzes.

Noch können die Saar-Pfälzer den völligen Absturz aus eigener Kraft verhindern. Das Restprogramm ist machbar und im Gegensatz zu dem des Schlusslichts Leitershofen vermeintlich leichter. Aber falls der Abstand zwischen den beiden bis zum letzten Spieltag nicht wächst, kommt es zu einem Endspiel. Denn dann gastieren die Braves beim Tabellenletzten. "Darüber mache ich mir im Moment keine Gedanken. Wir müssen uns auf das kommende Spiel konzentrieren", versucht Trainer Amelow das mögliche Finale auszublenden.

Vielleicht kommt es auch gar nicht dazu - sofern die Braves bis dahin noch ein paar Punkte einfahren. Ein Sieg am Samstag soll den Anfang machen - und würde die Verantwortlichen sicherlich tief durchatmen lassen. hej

saar-pfalz-braves.de